Werder Bremen Naldo drängt in die Startelf

Bremen. Naldo wird in der 65.Minute in Nürnberg eingewechselt und überzeugt im Abwehrzentrum. Beim Sponsorenspiel am Sonnatg in Höpfingen trägt der Brasilianer die Kapitänsbinde und gegen Hertha könnte Naldo schon ein Kandidat für die Startelf sein.
19.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Naldo drängt in die Startelf
Von Thorsten Waterkamp

Bremen. Gestern, in Höpfingen, hat er durchgespielt. Es ging für Werder in dem Sponsorspiel nur gegen einen Klub aus der Landesliga Odenwald, aber was macht das schon, wenn man mehr als 16 Monate gar nicht Fußball gespielt hat? Naldo ist zurück - und um diese Feststellung treffen zu dürfen am Wochenende, brauchte es nicht die 90 Minuten auf dem Dorf. Es reichten die 25 in Nürnberg.

Naldo war dem Bremer Bollwerk in Nürnberg in der 65. Minute beigetreten, eingewechselt für Mehmet Ekici, als dritter Innenverteidiger zwischen Sebastian Prödl und Andreas Wolf. Es war kein Einsatz der netten Geste, den Trainer Thomas Schaaf dem Brasilianer noch eine Woche zuvor gegen den HSV gegönnt hatte. Damals war die Partie mit dem 2:0 fünf Minuten vor Schluss praktisch entschieden, Naldo durfte sich in der Restspielzeit kurz dem eigenen Publikum zeigen. Am Sonnabend in Nürnberg aber, das war der Ernstfall.

Naldo bestand ihn glänzend. Summa cum laude. Er dominierte in der Luft, bewies Beweglichkeit am Boden und ein starkes Stellungsspiel. "Ich bin bei 100 Prozent", sagte der 29-Jährige danach - Widerspruch wäre nicht nur zwecklos, sondern unzulässig gewesen. Das signalisierte Naldo auch gleich Schaaf: "Ich stehe zur Verfügung und will den Trainer überzeugen."

Damit meint der Brasilianer einen Platz in der Startelf. Denn zu einem gewissen Teil war Schaaf schon vor dem Spiel in Nürnberg von ihm überzeugt. Denn die Einwechslung Naldos unmittelbar nach dem Nürnberger 1:1 war keine spontane Idee Schaafs, ebenso wenig wie die damit einhergehende ungewöhnliche Aufstockung der Abwehrreihe auf eine Fünferkette. Für entsprechenende Aufklärung sorgte Sebastian Prödl: "Das hat der Trainer Andy (Wolf; d. Red.) und mir in der Pause schon gesagt. Wenn Schwierigkeiten auf uns zukommen sollten, würden wir mit einer Fünferkette spielen."

Nun ist allerdings kaum davon auszugehen, dass die Fünferkette zum Bremer Standardsystem gehören wird - was bedeutet, dass entweder Prödl oder Wolf demnächst auf die Bank zurückkehren dürften. Denn Naldo ist, das bewies er in Nürnberg, auch nach seiner 16-monatigen Verletzungspause eine Klasse für sich. Wie groß die Wertschätzung seiner Vorgesetzten ist, durfte der Brasilianer dann gestern in Höpfingen erleben. Dort trug Naldo - in Abwesenheit von Clemens Fritz, aber in Gegenwart von Claudio Pizarro - die Kapitänsbinde.

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