Nase voll von Werder

Kapino will sofort weg - und Basel lockt 

Stefanos Kapino will Werder Bremen möglichst schnell verlassen. Und es soll auch bereits mehrere Interessenten geben.
26.07.2021, 15:51
Lesedauer: 1 Min
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Von Björn Knips
Kapino will sofort weg - und Basel lockt 

Stefanos Kapino.

nordphoto GmbH / Stoever

Er wollte die Nummer eins beim SV Werder Bremen werden, doch jetzt ist Stefanos Kapino nur noch die Nummer drei. Deshalb will der 27-Jährige den Zweitligisten auch sofort verlassen. Interessenten soll es mehrere geben, darunter nach Informationen unserer Deichstube auch der FC Basel. Gut möglich, dass schon in den nächsten Tagen eine Lösung gefunden wird. „Unsere Aussage hat Bestand: Wenn er wechseln möchte, werden wir ihm bei einem passenden Angebot keine Steine in den Weg legen“, erklärt Werders Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz auf Nachfrage.

Vor gut einer Woche hatte Kapino um ein Gespräch mit der sportlichen Leitung gebeten. Als der Grieche dabei erfuhr, dass Stammkeeper Jiri Pavlenka sehr wahrscheinlich bei Werder bleiben und seinen Vertrag verlängern wird, verkündete er quasi seinen Abschied. Wenige Tage später entschied das Trainerteam, dass Michael Zetterer und nicht Kapino am ersten Spieltag für den nach Rückenproblemen noch nicht einsatzfähigen Pavlenka im Tor stehen sollte. Selbst leicht angeschlagen aufgrund von muskulären Problemen fehlte Kapino dann beim Hannover-Spiel, für ihn saß Eduardo dos Santos Haesler auf der Bank. Als Nummer eins hätte Kapino einen Einsatz vielleicht riskiert, um sich präsentieren zu können, so aber nicht.

Kapino ist enttäuscht. Er hatte nach seinem Wechsel 2018 vom englischen Zweitligisten Nottingham Forest an die Weser lange geduldig darauf gewartet, Pavlenkas Nachfolger zu werden. Doch dessen Wechselpläne scheiterten. Im Winter ließ sich Kapino sogar an den Zweitligisten SV Sandhausen ausleihen, um endlich Spielpraxis zu sammeln. Auch dank seiner Leistungen blieb der abstiegsbedrohte Club in der Liga. Werder stieg derweil ab, und Kapino witterte seine große Chance, doch die bekommt er nicht. Pavlenka soll die Nummer eins bleiben, Zetterer ist in dieser Woche als sein Herausforderer bestimmt worden. Kapino bleibt nur die Flucht. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr, seine Ablösesumme dürfte im ganz niedrigen sechsstelligen Bereich liegen. 

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