Kohfeldt hat die Schützen bestimmt

Neue Elfmeter-Hierarchie bei Werder

Bisher waren Strafstöße bei Werder eine Sache für Kapitän Max Kruse. Nach dessen Wechsel zu Fenerbahce musste eine Entscheidung her, wer fortan die Verantwortung übernimmt. Der Trainer legte sich nun fest.
15.08.2019, 18:10
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Von Jean-Julien Beer
Neue Elfmeter-Hierarchie bei Werder
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In dieser Saison braucht Werder einen neuen Elfmeterschützen. In den vergangenen Jahren war das stets eine Sache für den abgezockten Max Kruse, der immer wieder souverän vom Punkt verwandelte. Als der Topscorer am letzten Spieltag der vergangenen Saison gegen Leipzig verletzt fehlte, kam es nach einem Strafstoß für Werder prompt zu einem kleinen Disput auf dem Feld zwischen Maximilian Eggestein, Milot Rashica und Davy Klaassen. Am Ende schnappte sich Rashica den Ball und traf zur wichtigen 1:0-Führung.

Rashica ist der zweite Schütze

Um solche Szenen in der neuen Saison zu vermeiden, bestimmte Florian Kohfeldt nun die Elfmeter-Hierarchie bei Werder. Der Trainer informierte die Spieler in der Sitzung vor dem Pokalspiel gegen Delmenhorst darüber, dass fortan der international erfahrene Klaassen die Verantwortung bei Strafstößen übernehmen soll. Der Niederländer, seit diesem Sommer auch Vize-Kapitän, hatte schon beim 4:0-Sieg im Test gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar sicher zum 1:0 verwandelt. Steht Klaassen nicht auf dem Platz, soll Rashica als zweiter Schütze antreten.

Pizarro hat die meiste Erfahrung

Im aktuellen Kader schoss übrigens Claudio Pizarro die meisten Elfmeter für Bremen. Der Peruaner trat im Werder-Trikot zu insgesamt neun Strafstößen an, nur ein einziges Mal landete der Ball dabei nicht im Tor. Sollte Pizarro auf dem Platz stehen, wäre also auch er eine Option, der Kohfeldt vertrauen könnte. Und wenn das Spiel zu dem Zeitpunkt schon entschieden sein sollte, wäre es ohnehin eine schöne Geste, Pizarro schießen zu lassen. Werders Sturm-Legende fehlen in seiner letzten Saison nur noch drei Tore, um auf die historische Marke von 200 Bundesligatreffern zu kommen.

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