Neue Werder-Varianten Darum schießt Kapitän Friedl bei Werder jetzt auch die Standards

Weitere Rolle für Marco Friedl: Werder Bremens Verteidiger führt die Mannschaft nicht nur seit Kurzem als Kapitän aufs Feld, sondern übernimmt künftig auch bei einer anderen Sache Verantwortung.
08.08.2022, 13:31
Lesedauer: 1 Min
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Darum schießt Kapitän Friedl bei Werder jetzt auch die Standards
Von Malte Bürger

Es war schon auffällig. Immer dann, wenn in Wolfsburg der Ball ruhte und es für Werder Bremen einen Eckball oder Freistoß gab, dann machte sich Marco Friedl auf den Weg. Doch nicht in Richtung Strafraum, um seine zweifelsfrei vorhandene Kopfballstärke bei einer möglicherweise hohen Hereingabe auszuspielen, sondern um den Standard selbst auszuführen – oder zumindest als zweiter Mann neben Marvin Ducksch für eine Ausführung bereit zu stehen. Hinter der Neuerung steckt Torwarttrainer Christian Vander, der – wie Ole Werner bereits in der vergangenen Saison verriet – hinter den Kulissen an klugen Ideen für solche Augenblicke bastelt. Und damit manchmal nicht nur den Gegner oder Außenstehende, sondern sogar die eigenen Spieler überrascht.

„Mich hat es am Anfang auch ein bisschen gewundert, aber ich habe dann mit Kiki (Christian Vander, Anm. d. Red.) darüber gesprochen“, erklärt Friedl. „Er findet, dass ich die Standards sehr gut schieße und neben Marvin eine Waffe sein kann.“ Werders neuer Kapitän war in der Jugend bekanntlich selbst Offensivspieler, erst später zog es ihn nach hinten. Doch nicht zuletzt im Trainingslager in Zell am Ziller zeigte Friedl immer wieder in den Einheiten oder bei späteren Übungen, über welch gute Schusstechnik er verfügt. Im Liga-Alltag war das bisher vor allem bei seinen Spielverlagerungen und präzisen Pässen in die Spitze zu sehen.

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Gegen Wolfsburg durfte sich der Innenverteidiger bislang nur bei Hereingaben nach Ecken beweisen, war deshalb statistisch mit drei Flanken der teaminterne Spitzenreiter in diesem Ranking. Doch der 24-Jährige ist nicht nur als Vorlagengeber eingeplant, auch aus der Distanz möchte er es probieren: „Wenn sich die Chance ergibt, dann werde ich mir sicherlich mal einen Ball schnappen“, erklärt Friedl und grinst.

Ähnlich amüsiert reagierte auch Trainer Ole Werner, als er am vergangenen Samstag auf die neue Option bei ruhenden Bällen angesprochen wurde. „Ja, da kann man von ausgehen, dass das nicht an mir vorbei entschieden wurde“, sagte er lachend. „Marco hat einen guten linken Fuß, weshalb wir dann mit ihm einfach mehr Möglichkeiten haben als nur mit Marvin allein.“

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