Testspielsieg beim FC St. Pauli Neun Tore bei Naldos Werder-Comeback

Hamburg. Erfolgreiches Comeback für Naldo, ordentlicher Einstand für Aleksandar Ignjovski und obendrauf noch ein knapper Sieg: Beim 5:4 (4:1)-Erfolg im Testspiel beim FC St. Pauli gibt es für Werder Bremen zur Abwechslung fast nur gute Nachrichten.
16.08.2011, 19:47
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Von Ben Binkle

Hamburg. Erfolgreiches Comeback für Naldo, ordentlicher Einstand für Aleksandar Ignjovski und obendrauf noch ein knapper Sieg: Beim 5:4 (4:1)-Erfolg im Testspiel beim FC St. Pauli gab es für Werder Bremen zur Abwechslung fast nur gute Nachrichten.

57 Minuten dauerte das umjubelte Comeback von Naldo. Am 15. Mai 2010, beim 0:4 im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München, stand der Brasilianer zum letzten Mal in einem Pflichtspiel für Werder Bremen auf dem Platz. Am Millerntor feierte er eine gute Rückkehr nach 15 Monaten und einem Tag in der Innenverteidigung.

Neben Naldo stand auch Neuzugang Ignjovski im Blickpunkt. Der junge Serbe begann auf der linken Außenposition in der Viererkette, wechselte später ins defensive Mittelfeld. Er durfte gegen den aktuellen Tabellenführer der 2. Bundesliga über die komplette Spielzeit ran.

Am Ende durften Naldo, Ignjovski und Co. mit einem Sieg im Gepäck zurück nach Bremen fahren. Das Ergebnis war zwar Nebensache, soll aber dennoch erzählt werden: Früh brachte Claudio Pizarro, der in Abwesenheit von Per Mertesacker und Clemens Fritz die Kapitänsbinde trug, Werder Bremen mit 1:0 in Führung (7.). Dann traf Kevin Schindler- allerdings nicht für, sondern gegen Werder. Der Stürmer, der offiziell noch bei Werder unter Vertrag steht, aber als Leihspieler bereits für seinen neuen Klub St. Pauli auflief, köpfte eine Flanke zum Ausgleich ins Tor (27.).

Werder legte noch vor der Pause nach. Allen voran Marko Arnautovic drehte auf: Erst bediente der Österreicher Marko Marin zum 2:1 (29.), wenig später ließ er einen sehenswerten "Doppelpack" zum 3:1 und 4:1 folgen (31. und 36.).

Wie auch sein Gegenüber Andre Schubert hatte auch Thomas Schaaf am Millerntor vielen Akteuren der "zweiten Reihe" eine Chance gegeben. Zur Pause brachte der Werder-Trainer in Clemens Fritz, Per Mertesacker, U-19-Talent Cimo Röcker und Mehmet Ekici dann vier frische Spieler, Rückkehrer Naldo und Debütant Ignjovski durften aber weiterspielen. Erst nach knapp einer Stunde nahm Thomas Schaaf dann den entkräfteten Naldo vom Feld. Zu diesem Zeitpunkt hatte es nach Toren von Sandro Wagner (51. Foulelfmeter) und Mahir Saglik, der einen Pass von Schindler verwertet hatte (55.), 5:2 für Werder.

Doch wurde es sogar noch einmal spannend für die 7324 Fans am Millerntor. Erst überraschte Saglik (63.) Werder-Keeper Sebastian Mielitz mit einem Distanzschuss, dann traf auch Patrick Funk mit einem Hammer aus 25 Metern zum 4:5 (83.). Zum Ausgleich für den Zweitliga-Spitzenreiter reichte es letztlich aber nicht mehr.

"Das ist ein tolles Gefühl, einfach wundervoll", sagte ein bewegter Naldo nach dem Spiel. Den Härtest hat er ohne Probleme absolvieren können - wann der 28-Jährige nun in der Bundesliga wieder eine Rolle spielen wird, ist nach wie vor offen.

FC St. Pauli - Werder Bremen 4:5 (1:4)

Werder Bremen:Mielitz - Balogun (46. Fritz), Prödl (46. Mertesacker), Naldo (57. Papastathopoulos), Ignjovski - Wesley (46. Röcker), Trinks, Marin, Arnautovic - Pizarro (46. Ekici), Wagner

Tore:0:1 Pizarro (7.), 1:1 Schindler (27.), 1:2 Marin (29.), 1:3 Arnautovic (31.), 1:4 Arnautovic (36.), 1:5 Wagner (51. Foulelfmeter), 2:5 Saglik (55.), 3:5 Saglik (63.), 4:5 Funk (83.)

Zuschauer:7324

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