Borussia Dortmund - Werder Bremen

Niclas Füllkrug traut sich die Startelf zu

Bremen. Nach den vielen Ausfällen im Werder-Angriff ist es durchaus möglich, dass der 19-jährige Niclas Füllkrug am Samstag sein Debut in der Startelf feiert. Doch Thomas Schaaf ist sich noch nicht sicher, ob er Füllkrug von Beginn an spielen lässt.
16.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Niclas Füllkrug traut sich die Startelf zu
Von Thorsten Waterkamp
Niclas Füllkrug traut sich die Startelf zu

Niclas Füllkrug könnte am Samstag in Dortmund den nächsten wichtigen Schritt in seiner Karriere machen.

nph

Bremen. All diese Tage hat Niclas Füllkrug abgespeichert. Den 28. Januar, den 11. und 25. Februar, selbst den 3. März - es sind die Tage seiner ersten Bundesliga-Einsätze. Höhepunkte seines Lebens. "Mein Highlight?", fragt er und guckt vergnügt: "Das ist in den vergangenen Wochen jedes Wochenende gewesen."

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass morgen auf der nach oben offenen Highlight-Skala ein neuer Spitzenwert angezeigt wird. Die Stürmernot bei Werder durch die Sperre von Claudio Pizarro und die Verletzung von Marko Arnautovic will es so. Gut möglich, dass Niclas Füllkrug morgen den Job neben dem Letzten aus der Riege der etablierten Werder-Stürmer, Markus Rosenberg, übernimmt. Beim Spiel in Dortmund, beim deutschen Meister, vor 80000 Zuschauern. Und Füllkrug, 19 Jahre jung und noch jünger aussehend? Er lacht seine Unbekümmertheit in den sonnigen Tag hinaus. "Bammel hab' ich nicht."

Dem unerfahrenen Jungprofi, von den Kollegen wegen eines sichtbaren Leerraums im Oberkiefer mit dem Spitznamen "Lücke" geneckt, werden morgen tatsächlich gute Startelf-Chancen eingeräumt. Thomas Schaaf baute viermal als Einwechselspieler auf ihn. Ob der Trainer aber auch von Beginn Mut zu "Lücke" hat? Es scheint fraglich. Als Schaaf gestern sagen sollte, ob einer der Juniorstürmer Füllkrug und Lennart Thy (20) bei Anpfiff auf dem Dortmunder Rasen stehen könne, gab er sich zurückhaltend: "Beide würden gerne spielen, keiner würde nein sagen. Aber ich weiß nicht, ob das für uns der beste Weg wäre."

So ist vieles denkbar, Klaus Allofs beispielsweise redete einer taktischen Umstellung das Wort: "Wenn man am Ende nur noch einen Stürmer hat, bleibt einem nur die Möglichkeit, mit einem Stürmer zu spielen." Es wäre das erste Mal in dieser Saison, dass Schaaf von der zementierten Rautenformation mit Doppelspitze abweichen würde. "Alle Varianten sind möglich", orakelte der Cheftrainer hintendrein, "wir sind da noch in der Findung."

Niclas Füllkrug würde sich mächtig freuen, wenn die Findung am Ende seinen Namen trägt. Und wenn nicht? Auch nicht tragisch, findet der gebürtige Hannoveraner, der schon mit 13 Jahren zu Werder kam. "Ich brenne auf jede Minute, auch wenn der Trainer mich nur zehn Minuten oder erst nächste Woche bringt."

Trotzdem, es schadet ja nichts sich zu erkundigen, was da auf einen zukommt in Dortmund - vor allem, wenn man selbst erst einmal im zarten Grundschulalter mit dem Vater zu Besuch in diesem Stadion war. So hat sich Füllkrug von den Kollegen berichten lassen, wie das so ist im schwarz-gelben Fußballtempel. "Ein paar Jungs haben mir schon erzählt, dass es ein einzigartiges Erlebnis ist, gegen diese Wand zu spielen." Ein echtes Highlight eben.

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