Noten zur Partie Werder gegen Mainz

Pech für Pavlenka, Fehler von Veljkovic

Die Partie gegen Mainz hat Werder 0:1 verloren, dabei hätten die Bremer schlechter spielen können - zumindest, wenn man sich die Noten zum Spiel anschaut. Im Kampf um den Klassenerhalt hilft das trotzdem nicht.
21.04.2021, 22:44
Lesedauer: 3 Min
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Von Daniel Cottäus
Pech für Pavlenka, Fehler von Veljkovic

Werders Niclas Füllkrug (l.) und Josh Sargent laufen mit dem Ball.

CARMEN JASPERSEN/dpa

Jiri Pavlenka: Unglücklich, aber kein Fehler, dass der Torhüter den Ball beim 0:1 genau auf den Fuß von Szalai lenkt. Starke Paraden gegen Barreiro (38.) und Onisiwo (59.), mit denen der Tscheche Werder im Spiel hielt. Note 2,5

Theodor Gebre Selassie: Die Bremer versuchten oft, über seine rechte Seite nach vorne zu kommen. Gebre Selassie war entsprechend stark ins Spiel involviert, aber dass er aus all den Versuchen viel gemacht hätte, lässt sich nicht behaupten. In der Defensive eine saubere Leistung. Note 3

Milos Veljkovic: Für ihn kam es knüppeldick. Erst der folgenschwere Ausrutscher vor dem 0:1 (bei dem er auch noch zu tief hinten drin stand), später dann der Zusammenprall mit Barreiro. Trotz heftiger Blutung konnte Veljkovic nach Behandlung weiterspielen. Tapfer, aber was hängen bleibt, ist der Fehler vor dem Gegentor. Note 4,5

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Niklas Moisander: Besetzte das Abwehrzentrum, spielte bei Ballbesitz den letzten Mann und räumte vor der Pause die meisten Bälle weg. Gutes Stellungsspiel, gutes Auge. Note 3

Marco Friedl (bis 78.): Geriet direkt nach der Pause das erste Mal in den Fokus, weil er Szalai bei dessen Lattenschuss viel zu viel Platz ließ. Einen Fehler muss man bei Friedl offenbar immer einrechnen. Das große Ganze war aber okay. Aus taktischen Gründen ausgewechselt. Note 3,5

Ludwig Augustinsson: Erwartete an seinem 27. Geburtstag wohl ein Elfmetergeschenk von Schiedsrichter Marco Fritz, als er sich nach vier Minuten einfach mal fallen ließ. Den Pfiff gab es jedoch nicht. Konnte über seine linke Seite keine echte Gefahr nach vorne entfachen. Zwar gab es zigfach die Möglichkeit, etwas zu inszenieren, aber Augustinssons Flanken wurden alle verteidigt. Note 4

Kevin Möhwald (bis 85.): Einer von zwei Sechsern im Bremer System. Typ Staubsauger. Weshalb sein Einsatz gegen Mainz-Keeper Zentner zurückgepfiffen wurde, bleibt ein Rätsel. Note 3,5

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Maximilian Eggestein: Sein Pass auf Füllkrug bei dessen Top-Chance nach 31 Minuten war eindeutig der kreativste Bremer Offensivmoment vor der Pause – auch weil es der einzige war. Aber was war los in Minute 9? Eggestein verlor beim 3-gegen-1-Konter den Ball, der nicht sauber gespielt war, den er aber trotzdem besser verarbeiten kann - nein: muss. Insgesamt war Eggestein einer der aktivsten Bremer, ohne zu glänzen. Note 3,5

Josh Sargent: Ließ sich oft aus der offensiven Dreierreihe fallen, fiel auch deshalb nicht durch übermäßige Strafraumpräsenz auf. Beim letztlich nicht anerkannten Treffer zum 1:1 stand er goldrichtig. Wofür er sicher gefeiert worden wäre, wenn Referee Fritz es zugelassen hätte. Note 3,5

Milot Rashica: Sein nicht zu hundert Prozent präziser Pass auf Eggestein war auch ein Grund, dass Werder aus einer 3:1-Überzahl beim Konter kein Kapital schlug. Das muss ein Spieler seiner Klasse besser machen. Rashica versuchte in der Offensive einiges, blieb aber ungefährlich – auch mit den Schussversuchen aus der Distanz. Note 4

Niclas Füllkrug (bis 78.): Zwei Spiele hatte er wegen des Zehenbruchs verpasst, nun ist er zurück. Und es zeigte sich einmal mehr, dass Füllkrug als Zielspieler enorm wichtig für das Team ist. Kam nach Eggestein-Zuspiel zu einer Chance, die er in neun von zehn Fällen wohl nicht auslassen würde - es passte zum Spiel, dass diesmal der zehnte Fall dran war. Füllkrug arbeitete viel, hätte mit seinem Kopfball nach Ecke entscheidenden Anteil am 1:1 gehabt, wenn es denn gezählt hätte. Note 3,5

Romano Schmid (ab 78.): Kaum im Spiel, kam er aus der Distanz zum Schuss – der Ball landete im Oberrang. Die neuen offensiven Impulse, die der junge Österreicher dem Spiel geben sollte, blieben aus. Note -

Davie Selke (ab 78.): Wenn er ins Spiel kommt, dann geht es um frische Wucht im Sturmzentrum. Oder anders gesagt: Selke kam als Brechstange, die den Mainzer Abwehrriegel aber auch nicht knacken konnte. Note -

Eren Dinkci (ab 85.): Der Matchwinner aus dem Hinspiel war so etwas wie die letzte Bremer Hoffnung. Diesmal wurde jedoch kein Dinkci-Märchen geschrieben. Note -

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