Noten zur Partie Werder gegen Dynamo

Friedl auf falscher Position, Assalé bekommt die Note 6

Es sollte für Werder die Wende werden, doch dann gingen die Bremer 0:3 (0:1) gegen Dynamo Dresden unter. Fast durchweg enttäuschte die Mannschaft. Die Noten zum Spiel.
26.09.2021, 16:20
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Björn Knips

Michael Zetterer: Weiterhin Stammkeeper, nachdem Trainer Anfang unter der Woche einen Torwartwechsel nicht ausgeschlossen hatte. Als einziger Bremer in Normalform, wenngleich er sein Können auch nur selten zeigen konnte. Bei den Gegentoren ließen ihn seine Kollegen im Stich. Note 3

Mitchell Weiser (bis 71.): Völlig neben der Spur, der Rechtsverteidiger verlor viele Bälle und probierte dann auch noch verrückte Sachen wie eine Direktabnahme aus großer Distanz. Note 5

Milos Veljkovic: Ein besonderer Tag für den Serben! Er feierte nicht nur seinen 26. Geburtstag, sondern führte Werder erstmals als Kapitän in einem Pflichtspiel aufs Feld. Lange Zeit gehörte er noch zu den wenigen Bremern ohne große Schnitzer, doch dann ging er mit seinen Kollegen unter. Note 4,5

Marco Friedl: Durfte erstmals seit seinem Streik am fünften Spieltag wieder ran. Wirkte hoch motiviert, verhinderte konsequent den frühen Rückstand, reagierte dann aber im Abwehrzentrum vor dem 0:1 einen Tick zu spät, hob zudem das Abseits auf. Nach der Pause musste er als Linksverteidiger aushelfen – und dort zeigte sich einmal mehr: Das ist nicht seine Position. Note 5

Lesen Sie auch

Anthony Jung (bis 45.): Seine unberechtigte Gelbe Karte für ein Nicht-Foul (17.) brachte den Linksverteidiger völlig aus dem Konzept. Plötzlich mit Fehlpässen, einer davon leitete das 0:1 ein. War früh gelb-rot gefährdet, deshalb doppelt nachvollziehbar, dass er nach der Pause draußen blieb. Note 5

Ilia Gruev: Startelf-Premiere für den 21-Jährigen – und das als alleiniger Sechser. Machte seine Sache zunächst ganz ordentlich, von Nervosität keine Spur. Doch auch er streute Fehlpässe und Ballverluste ein. Beim 0:2 sah er ganz schlecht aus. Note 4,5

Nicolai Rapp: Manchmal musste man schon nach ihm suchen. Er konnte dem Offensivspiel als Achter kaum Schwung geben, immerhin blieben ihm hinten die ganz großen Patzer erspart. Note 4,5

Lesen Sie auch

Eren Dinkci (bis 62.): Holte sich den Platz auf der rechten Seite von Nankishi zurück, hatte aber Probleme, seinen Rhythmus zu finden. Eine gute Kopfballchance (25.), wirklich viel mehr gab es nicht für ihn, weil er auch bei guten Aktionen am Ende hängen blieb. Note 5

Niklas Schmidt (bis 62.): Eine erste Halbzeit zum Vergessen, da half auch der Schuhwechsel nach einer Viertelstunde nichts. Denn Schmidt blieb bei seiner fast schon überheblichen Spielweise, sehr zum Ärger von Trainer Anfang, der den Mittelfeldspieler nach einem missglückten Hackentrick quer über das Feld hinweg anbrüllte. Als Schmidt nach der Pause etwas besser wurde, musste er raus. Note 5

Romano Schmid: Ein Totalausfall auf der linken Seite. Mit Arroganz statt Kampf konnte er in Dresden nichts werden. Immerhin versuchte er, sich in die Partie zu beißen. Besser wurde es trotzdem nicht. Note 5,5

Marvin Ducksch: Ein unglücklicher Tag für den Mittelstürmer. Bekam wie schon gegen den HSV keinen Elfmeter (36.), wieder war es knifflig. Allerdings ging Ducksch nicht nur in dieser Szene etwas seltsam zu Boden. Sein Einsatz stimmte, er wollte die Kollegen mitreißen, erarbeitete sich Chancen, doch im Abschluss fehlten ihm die Präzision und das Glück. Note 4,5

Lars Lukas Mai (ab 46.): Musste eine Halbzeit lang auf das besondere Gastspiel in seiner Heimat Dresden warten und ließ sich dann gleich mal im Strafraum austanzen, was folgenlos blieb. Viel besser wurde es nicht mehr. Note 4,5

Niclas Füllkrug (ab 62.): Bei allem Eifer – auch in Dresden wollte der Ball nicht rein. Traf per Kopf nur den Pfosten. Note -

Lesen Sie auch

Roger Assalé (ab 62.): Was bitteschön war das? Der Neuzugang sorgte nicht wie erhofft für die Wende, sondern für die Vorentscheidung zugunsten von Dresden. Und wie! Erst fiel er auf dem Weg zur großen Ausgleichschance hin, dann verteidigte er so unprofessionell, dass man sich die Frage stellen musste: Kann Assalé das nicht besser oder will er es nicht? Für diese mit spielentscheidende Nicht-Leistung gibt es trotz der späten Einwechslung ausnahmsweise noch eine Note – und zwar die 6.

Manuel Mbom (ab 71.): Sehr bemüht, aber so wirkungslos wie seine Kollegen. Note -

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+