Der Kampf des Mittelfeldmannes

Nouri versteht Delaneys Geste

Als Werders Spiel gegen RB Leipzig sich dem Ende zuneigte, machte Thomas Delaney eine seltsam anmutende Geste Richtung Trainerbank. Und Nouri hat verstanden, was er damit meinte.
19.03.2017, 13:14
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Nouri versteht Delaneys Geste

Thomas Delaney.

nordphoto

Als Werders Spiel gegen RB Leipzig sich dem Ende zuneigte, machte Thomas Delaney eine seltsam anmutende Geste Richtung Trainerbank. Er fuhr sich mit dem ausgestreckten Zeigefinger quer über den Hals. Sollte das etwas die Kopf-ab-Geste sein – ähnlich wie jene, mit der Werders Innenverteidiger Papy Djilobodji in der vergangenen Saison die Gemüter erregt hatte?

Nein, natürlich nicht, stellte Trainer Alexander Nouri klar: „Er wollte damit eigentlich sagen, dass er auf ist und raus will. Aber ich hab‘ ihn verstanden.“ Delaney berichtete, er habe nicht deshalb rausgewollt, weil sein Kopf nach der jüngsten Gehirnerschütterung geschmerzt habe: „Ich hatte nur einfach keine Kraft mehr. Und es ist gefährlich, einen erledigten Spieler auf dem Feld zu haben.“

Nouri lobte, Delaney habe vor seiner Auswechslung bewiesen, „dass er als Typ unheimlich wichtig ist, der unbedingt gewinnen will, der auf dem Platz laut ist und die anderen auch mitreißen kann“. Sportchef Frank Baumann betonte, Delaney sei ja noch nicht mal wieder voll bei Kräften gewesen nach seiner Verletzungspause. Umso höher sei seine Leistung zu bewerten: „Er gibt uns eine Struktur. Er ist defensiv sehr, sehr stark: kopfballstark, zweikampfstark. Aber er hat eben auch mit dem Ball viele gute Aktionen.“

Weil Delaney in der 83. Minute ausgewechselt wurde, musste sein Mittelfeld-Kollege Florian Grillitsch noch fünf Minuten länger durchhalten. Dabei wollte auch er schon raus. „Ich hab‘ ein Zeichen gegeben, weil die Wade ein bisschen zugemacht hat“, sagte er. „War aber nicht so schlimm. Ist ja noch mal gutgegangen.“ (als)

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