Werder-Pressekonferenz

Öztunali ersetzt Yatabaré gegen Köln

Noch zwei Spiele, dann stehen die Absteiger fest. Ob Werder den Schwung aus dem furiosen Sieg gegen Stuttgart in das letzte Auswärtsspiel der Saison 2015/2016 beim 1. FC Köln am Sonanbend mitnehmen kann?
05.05.2016, 11:34
Lesedauer: 4 Min
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Öztunali ersetzt Yatabaré gegen Köln
Von Bastian Mojen
Öztunali ersetzt Yatabaré gegen Köln

Nach dem Sieg gegen Stuttgart hat seine Team den Klassenerhalt in der eigenen Hand: Viktor Skripnik.

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Noch zwei Spiele, dann stehen die Absteiger fest. Werder hat den Klassenerhalt nach dem vergangenen Spieltag mit dem furiosen Heimsieg gegen Stuttgart in der eigenen Hand. Ob sie den Schwung in das letzte Auswärtsspiel der Saison 2015/2016 beim 1. FC Köln (Sonnabend, 15.30 Uhr im Liveticker) mitnehmen können?

Für den SV Werder Bremen geht es um den existenziell wichtigen Klassenerhalt. Der ist nach dem Sieg gegen Stuttgart greifbar nah: Bei einem Sieg in Köln und Niederlagen von Stuttgart (Heimspiel gegen Mainz) und Frankfurt (Heimspiel gegen Dortmund) wäre Werder gerettet. Aber Werder wird Sambou Yatabaré verletzungsbedingt fehlen. Für ihn soll Levin Öztunali auflaufen.

Der 1. FC Köln hat theoretisch noch Chancen auf den europäischen Wettbewerb. Fünf Punkte sind es bis auf Platz sieben, auf dem derzeit die Mainzer stehen. Ein Sieg muss also für die Geißböcke her, wenn sie ihre Chancen für den letzten Spieltag waren wollen.

Hier die Kernaussagen von der Pressekonferenz vor dem Spiel in Köln:

- Zu Ujah und dem Empfang durch die Kölner Fans: "Der hat schon zwei Mal gegen Köln gespielt, zwar nicht da, aber gut. So ist Fußball, das ist eine ganz normale Sache. Unangenehm klar, aber er kann damit umgehen. Eventuell geht er sogar eher konzentrierter ins Spiel", sagt Skripnik. Eichin: "Ich denke, er kann damit umgehen. Und: Es wäre doch schlimmer, wenn bei deiner Rückkehr keiner was merkt. Und anders ist es bei Tony: Er hat dort drei Jahre gespielt. War Publikumsliebling. Und diese Emotionen zeigen doch immer, dass du dort etwas bewegt hast."

- Zu Köln: "Da wird im Stadion eine grandiose Stimmung sein. Der FC wird alles dafür tun, den Fans noch einen Heimsieg zu schenken. Die werden alles geben. Wir brauchen uns nicht die Hoffnung machen, dass der FC locker in das Spiel gehen wird." (Eichin)

- "Wir werden nicht die ganze Zeit auf die gegnerischen Plätze schielen. Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung", sagt Eichin. Und er glaubt nicht, dass nach dem kommenden Spieltag der Klassenerhalt schon unter Dach und Fach ist. Obwohl das bei entsprechenden Spielausgängen bei Frankfurt und Stuttgart möglich wäre.

- Skripnik sagt: "Jeder sieht, dass Köln eine sehr ordentliche und organisierte Mannschaft ist. Die spielen gut - egal ob auswärts oder Zuhause. Wir müssen aber auf uns schauen. Wir wollen keinen Harakiri machen, ab der ersten Minute nach vorne marschieren. Aber wir werden nicht nur hinten stehen und Bälle nach vorne bolzen. Wir wollen unsere Chancen, wenn es welche gibt, nutzen."

- Eine nachträgliche Sperre, ein Todesfall in der Familie, jetzt die Verletzung - zum Rückrunden-Pechvogel Sambou Yatabaré sagt Skripnik: "Wir haben noch einen anderen Pechvogel, aber über die ganze Saison. Das ist Aron Jóhannsson. Na klar ist das bitter. Aber wir sind froh, dass beide zu uns gehören. Wir haben uns dadurch verbessert. Wie Yata gespielt hat gegen Dortmund, gegen Bayern, das ist stark. Der ist ein gestandener Spieler, das sieht man. Schade mit der Verletzung, aber ich glaube ein guter Transfer für uns."

- Für Sambou Yatabaré wird Levin Öztunali spielen. Der habe sein Spiel gegen Stuttgart sehr gut gemacht. "Der kommt rein, macht alles perfekt, macht ein Tor, eine Vorlage. Sehr gut. Hoffen wir, dass er es noch besser macht jetzt. Levin ist der richtige Kandidat für die Position."

- Das Quartier für das Mini-Trainingslager wird in Köln direkt sein. "Die lange Autofahrt würde eine Belastung für die Spieler werden an einem Freitag", sagt Skripnik. "Aber wir ändern nicht den Trainingsablauf. Wir machen nur eine Übernachtung mehr zusammen, verbringen also einen Abend mehr gemeinsam. Und ein bisschen Teambildung durch das Gucken der Europaleague zusammen."

- Positive Effekt aus den sechs Toren gegen Stuttgart? "Ich hoffe das. Jeder Sieg ist gesund. Aber wir sind selber immer unzufrieden, wenn wir nach einem perfekten Spiel ein Desaster folgen lassen. Aber so ist Fußball. Das kannst du nicht programmieren. Wir können nur eine vernünftige, sachliche und professionelle Vorbereitung machen. Aber leider wollen Gegner teilweise auch punkten. Also machen, nicht verschenken."

- Nach guten Spielen folgte oft ein schlechtes. Eichin glaubt nicht, dass das diesmal eine Rolle spielt: "Mit Trends sind wir immer wieder konfrontiert. Aber ich glaube das es ein Unterschied ist, ob du das mitten in der Saison hast, oder jetzt in einer solchen Phase. Im Abstiegskampf wie er vielleicht noch nicht da war." Eichin glaubt nicht, dass man sich Sorgen machen muss, dass die Mannschaft das Spiel nicht so annimmt, wie man es im Abstiegskampf muss. "Wir werder scharf und fokussiert sein, diese Spiel zu gewinnnen. Und nicht an irgendwelche Trends glauben." Skripnik: "Die Spieler wissen auch: Das ist ein entscheidendes Spiel für uns und da musst du richtig antreten."

- Zum Trainingsablauf in Köln sagt Skripnik: "Wir werden schon gucken, dass wir die Sachen, die wir gegen den VfB gut gemacht haben, wiederholen. Und in der Videoanalyse schauen wir uns an, was nicht gut war. Das wollen wir korrigieren. Aber wir werden nichts Außergewöhnliches im Training machen. Wir wollen einfach mental stark sein, eine ruhige Vorbereitung. In dieser entscheidenden Phase brauchst du einen kühlen Kopf." Eichin: "Der entscheidende Punkt ist die mentale Situation. Dass du dich über den Sieg im Stuttgart-Spiel freust, dass du dem Druck stand gehalten hast. Aber das Wichtigste ist, dass du das auch abhakst. Und nun nach vorne guckst. Darum wollen wir einen Tag früher nach Köln, um dort die entsprechenden Gespräch zu führen und uns in die gleiche Verfassung zu bringen wie vor dem Stuttgart-Spiel"

- Werder geht wieder ins Trainingslager beziehungsweise fährt sie einen Tag früher nach Köln. Warum? "Das kann ich vergleichen mit letzter Woche. Wir wollen den Schwung von unserem Sieg mitnehmen. Ein ruhige Vorbereitung haben. Wie vor dem Spiel gegen Stuttgart", sagt Skripnik.

- Die Mannschaft wird mit Trauerflor auflaufen, weil Wilfried Straub gestorben ist. Ein langjähriger Spitzenfunktionär in DFB und DFL.

- Es geht los. Pressechef Rudolph verkündet: "Es geht um alles. Die Fans wissen das: 6500 Werder Fans werden uns begleiten. Der Gästebereich ist komplett ausverkauft."

- Noch ist niemand da. Die Mannschaft reist - wie verkündet - früher nach Köln ab, bei der Pressekonferenz lässt man sich aber Zeit.

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