Werder-Profis können Abend genießen

Ohne Sorgen auf dem Freimarkt

Sieglos im Jahr 2017, auf Platz drei im Jahr 2018 – Werder hat den Freimarkt-Besuch am Mittwochabend mal so richtig genießen können. Vier Spieler, das Trainerteam und viele Offizielle schauten vorbei.
24.10.2018, 22:17
Lesedauer: 1 Min
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Von Jannik Sorgatz
Ohne Sorgen auf dem Freimarkt
nordphoto / Ewert

„Man muss den Freimarkt feiern, wie er kommt“, sagte Frank Baumann. Werders Sportchef weiß aus eigener Erfahrung, dass es in den vergangenen Jahren schwieriger war, den Auftritt auf dem Volksfest zu genießen. Sieglos schaute Werder 2017 im Hansezelt vorbei, bis auf eine Ausnahme ungeschlagen und auf Platz drei der Tabelle stehend fand diesmal der Besuch statt.

„Es ist schön, Ende Oktober mal nicht von Krise sprechen zu müssen“, sagte Trainer Florian Kohfeldt, dessen Name für den aktuellen Erfolg steht. Die gute Stimmung sei gleichzeitig ein Ansporn, doch bei aller Professionalität betonte er auch: „Wenn die Jungs bis zwölf, halb eins hier sind, wird die Welt nicht untergehen. Sie sollen das auch genießen."

Vier Spieler zeigten sich den Fans: Theodor Gebre Selassie, Fin Bartels, Max Kruse und Martin Harnik. Letzterem wäre früher als Neuzugang die Aufgabe zugekommen, die Kollegen beim Singen des Werder-Liedes zu dirigieren. Vielleicht hätte er sich als offizieller Rückkehrer aber auch drücken können. „Es ist schön, mal wieder hier zu sein. Das letzte Mal dürfte zehn Jahre her sein„, sagte Harnik. Einen Mannschaftsabend am Wochenende verhindert diesmal der Spielplan: Vergangenen Sonnabend kam Werder erst nachts aus Gelsenkirchen zurück, am Sonntag heißt der Gegner um 18 Uhr Leverkusen. „Der Beruf geht immer vor. Gefeiert werden kann dann zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Sportchef Baumann.

Indirekt wünschen sie sich bei Werder etwas Terminnot, wenn es um den Freimarkt-Besuch 2019 geht. Die Mannschaft will nächstes Jahr mal wieder international und damit unter der Woche spielen, so wie der kommende Gegner Leverkusen. Der bereitete sich am Mittwoch auf sein Europa-League-Spiel beim FC Zürich vor. „Wir haben im Sommer gesagt, dass die Fans ruhig von Europa sprechen sollen. So etwas überträgt sich auf die Mannschaft. Jetzt spüren wir diese Freude, aber auch den Willen, weiterzumachen“, sagte Kohfeldt. Genießen, zurücklehnen, sich feiern lassen – das war nur ausnahmsweise auf dem Freimarkt angesagt.

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