Werner: Im Training engagiert Oliver Burke kämpft um seine Werder-Chance

Kommt Oliver Burke beim Spiel gegen Union Berlin zum Einsatz? Im Training habe sich der 25-Jährige engagiert gezeigt, sagte Werder-Trainer Ole Werner. Insofern sei er "eine Option".
24.01.2023, 19:49
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Wer verliert schon gerne 1:7? Oliver Burke blieb diese Blamage zwar beim Gastspiel des SV Werder Bremen in Köln erspart, doch seine Nicht-Berücksichtigung dürfte den Stürmer fast noch mehr geschmerzt haben. Denn in der Pause hatte Trainer Ole Werner nicht den 25-Jährigen, sondern den jungen Eren Dinkci (21) für den indisponierten Marvin Ducksch gebracht. Ein deutliches Zeichen hinsichtlich der Hierarchie im Werder-Angriff. Burke, der in den vergangenen Wochen schon im Training sehr unzufrieden wirkte und sich etwas hängen ließ, steht auf dem Abstellgleis. Doch ganz offensichtlich will er dort nicht bleiben.

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„,Burkey‘ hat zumindest mal was im Training angeboten“, antwortete Ole Werner auf die Frage, ob der Schotte gerade in der Englischen Woche für das Heimspiel am Mittwochabend gegen Union Berlin eine gute Alternative im Sturm sei. Schließlich müsse er doch durch seine Pause am Samstag ziemlich frische Beine haben. Des Trainers Worte waren nun alles andere als eine Lobeshymne, sie beinhalteten durch den kleinen, aber feinen Zusatz „zumindest mal“ auch einen kleinen Seitenhieb. Werner fremdelt weiterhin mit Burke, weil der nicht immer das umsetzt, was der Coach verlangt - im Training und im Spiel. Ganz offen hatte Werner unlängst darüber im Trainingslager in Spanien gesprochen. Die Entscheidung für Dinkci und gegen Burke kann als sportliche Konsequenz darauf verstanden werden.

Immerhin zeigte Burke danach eine Reaktion auf dem Trainingsplatz. „Er hat sich engagiert gezeigt und zwei Tage vernünftig trainiert“, berichtete Werner und fügte noch an: „Insofern ist er auch wie immer eine Option für uns.“ Aber wohl kaum als Mann für die Startelf. Erst zwei Mal hat ihm Werner von Beginn vertraut – beim Pokalaus in Paderborn und bei der 1:6-Klatsche gegen die Bayern. Burke konnte dabei nicht mal in Ansätzen seine verhinderten Kollegen Ducksch (suspendiert) beziehungsweise Niclas Füllkrug (verletzt) ersetzen. Dabei besitzt er viele Qualitäten, um sich in der Bundesliga durchsetzen zu können: Burke ist vor allem richtig schnell, kann was mit der Kugel anfangen und hat einen wirklich strammen Schuss. Bei Werder glauben die Verantwortlichen weiterhin fest daran, dass der Schotte nicht nur wegen seines Siegtreffers beim legendären 3:2-Sieg in Dortmund in den Köpfen der Fans bleiben wird. Eine vorzeitige Trennung ist kein Thema. Burke soll bei Werder abliefern, die nächste Chance dazu hat er gegen Union, wenn der Trainer ihn denn lässt. 

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