Kohfeldt vertraut weiter seinem Keeper

Pavlenka bleibt im Bremer Tor

Zuletzt hatten sich einige Fehler ins Spiel von Jiri Pavlenka eingeschlichen. Werders Keeper muss sich aber keine Sorgen machen, dass er auf die Bank muss. Sein Trainer stärkte ihm demonstrativ den Rücken.
29.11.2019, 14:29
Lesedauer: 2 Min
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Pavlenka bleibt im Bremer Tor
Von Malte Bürger

Muss er auf die Bank oder bleibt Jiri Pavlenka im Werder-Tor? Die jüngsten Auftritte des Tschechen hatten durchaus einen Anlass zum Diskutieren gegeben, der Bremer Stammkeeper agiert in dieser Saison bislang nicht auf dem Niveau der beiden vorherigen starken Spielzeiten. So leistete sich der 27-Jährige folgenschwere Patzer gegen den SC Freiburg (2:2) und Borussia Mönchengladbach (1:3). Auch beim ersten Schalker Treffer am vergangenen Sonnabend sah es so aus, als hätte ein Pavlenka in Normalform den Ball irgendwie noch parieren können. „Ich habe da keinen Fehler von ihm gesehen“, sprang Werder-Trainer Florian Kohfeldt seinem Schlussmann zur Seite. Mit anderen Worten: An der Torhüter-Hierarchie hat sich nichts geändert, Pavlenka spielt auch gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, 18 Uhr).

Nichtsdestotrotz bleibt die Formkrise der Bremer Nummer eins ein Thema. Wie bekommt man Pavlenka zurück auf sein gewohntes Level, wie kann es gelingen, die Unsicherheiten aus dem Spiel zu bekommen? „Natürlich werden in der Analyse Fehler klar angesprochen. Wichtig ist aber, nicht das Maß zu verlieren“, sagte Kohfeldt. So müsse die Mischung stimmen, denn neben einer vielleicht nicht so gelungenen Szene dürfe nicht vergessen werden, dass es auch mehrere gute Aktionen gegeben habe. Außerdem bemühen sie sich bei Werder darum, dass der Kopf des Torwarts frei und der - auch selbst gemachte - Druck in einem akzeptablen Rahmen bleibt. „Er soll nicht Spiele gewinnen oder etwas Überirdisches tun, sondern klar bleiben in seinen Entscheidungen“, sagte Florian Kohfeldt. „Er weiß aber auch, dass wir volles Vertrauen in ihn haben.“

Folglich wurde nie ernsthaft überlegt, vielleicht nun doch einmal Stefanos Kapino zu bringen. „Diese Frage stellt sich für uns nicht einmal im Ansatz“, betonte Kohfeldt. Pavlenka bleibt unangefochtene Stammkraft, sein griechischer Teamkollege muss weiter auf die Bank. Dennoch sind es zweifelsfrei besondere Wochen für Werders schwankenden Rückhalt, der Umgang mit ihm bleibt aber der gleiche. „Er hat im Grunde zwei Ansprechpartner. Mit Christian Vander hat er einen direkten Torwarttrainer, zu dem der Draht am engsten ist. Das ist für einen Torwart die wichtigste Bezugsperson“, sagte Kohfeldt. „Dann komme ich hinzu.“ Und auch weiterhin sind es die ruhigen, sachlichen Worte, die zum Erfolg führen sollen. „Mit Sicherheit ist Pavlas keiner, der gerne von morgens bis abends angebrüllt werden will, damit er gute Leistungen zeigt“, sagte Kohfeldt. „Er ist trotzdem jemand, der sehr selbstkritisch ist und es überhaupt nicht mag, wenn man etwas schönredet. Wenn er kein gutes Spiel macht, dann brauchst du ihm nicht zu kommen mit Sätzen wie ,Das wird schon wieder'. Da will er ehrliches Feedback.“

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