Die Noten zum Dortmund-Spiel

Pavlenka grandios - und nicht nur er

Wenn im Weserstadion etwas Besonderes passiert, dann regnet es auch gute Noten für die Werder-Profis. So hat sich beim Sieg gegen Dortmund gleich ein Quartett eine Eins verdient - nur ein Spieler fiel ab.
04.02.2020, 23:22
Lesedauer: 2 Min
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Von wkf
Pavlenka grandios - und nicht nur er

Torhüter Jiri Pavlenka rettete für Werder gleich mehrfach in allerhöchster Not.

nordphoto

Pavlenka (Note 1)

Starke Paraden nach Hummels‘ Fallrückzieher (24.), Schulz‘ Schuss (57.) und im Eins-gegen-eins-Duell mit Reyna (68.). Seine langen Bälle fanden wie so oft nicht immer ihr Ziel, trotzdem eine starke Torwartleistung. Bei den Gegentreffern war er machtlos, seine Parade gegen Haaland in der Nachspielzeit war Spitzenklasse.

Friedl (Note 2)

Nach einer Gelbsperre gegen Augsburg rückte er wieder auf die linke Seite. Ganz starker Ballgewinn vor dem 1:0. Die Aktion verlieh ihm offenbar Sicherheit, wirkte viel stabiler als zuletzt und hielt in den Zweikämpfen gut dagegen.

Moisander (Note 2)

Der Kapitän setzte früh ein Zeichen mit einer starken Grätsche (5.). War in der ersten Hälfte enorm aufmerksam und erlief mehrere Bälle dank seiner Übersicht. Nach dem Seitenwechsel ließ er etwas nach, leistete sich ein unnötiges Foul am eigenen Strafraum (48.) und hätte nach einer Unbeherrschtheit beinahe kurz vor Schluss noch die Rote Karte gesehen.

Vogt (Note 1)

Ein echter Abwehrchef. Er organisierte, trieb an und bereinigte brenzlige Situationen. Zweikampfstark am Boden und in der Luft. Strahlte enorm viel Ruhe in der hitzigen Schlussphase aus.

Veljkovic (Note 3)

In Augsburg fehlte er noch mit Adduktorenproblemen, nun durfte der Serbe anstelle von Toprak gleich wieder von Anfang an spielen und hatte eine durchaus schwierige Sonderaufgabe zu lösen: Er nahm Sancho in der ersten Halbzeit zumeist in Manndeckung. Später bekam er es öfter auch mit Haaland zu tun. Schlug sich gegen die beiden Topstürmer mehr als achtbar, wenn ihm auch nicht alles gelang.

Bittencourt (Note 1)

War mal wieder motiviert bis in die Haarspitzen. Feuerte seine Mitspieler und die Fans gestenreich an, ließ sich im Zweikampf nie abschütteln. Und sein Weitschuss zum 2:0 war dann einfach nur wunderschön. Wirkte wie eine Mischung aus Duracell-Hase und hungriger Löwe. In der zweiten Hälfte etwas schwächer.

M. Eggestein (Note 2)

Fiel durch ein paar clevere Pässe positiv auf. Auch in den Zweikämpfen gut, dazu laufstark und mit großem Einsatz.

Klaassen (Note 3)

Wichtig, dass er einen frühen Dortmunder Konter rigoros unterband (7.). Spiele nicht auffällig, aber stellte sich komplett in den Dienst der Mannschaft und schloss im Mittelfeld einige Lücken.

Osako (bis 89.) (Note 2)

Erster Startelfeinsatz nach der Winterpause. Hatte Startprobleme, präsentierte sich insgesamt aber verbessert und vor allem robuster im Zweikampf als zuletzt. Steigerte sich nach der Pause. Erstklassige Vorarbeit für Rashica vor dem 3:1 und dazu noch einige weitere gute Pässe.

Bartels (ab 89.) (nicht zu benoten)

Rashica (bis 90.+4) (Note 1)

Das 1:0 resultierte aus seinem Schuss, das 3:1 erzielte er nach einem seiner explosionsartigen Antritte selbst. War ein ständiger Gefahrenherd und arbeitete darüber hinaus gut mit nach hinten.

Toprak (ab 90.+4) (nicht zu benoten)

Selke (bis 50.) (Note 2)

Bei seiner Rückkehr ins Weserstadion gewohnt stark im Anlaufen. Sorgte dafür, dass Hummels kaum ein Faktor im Dortmunder Spielaufbau war. Stand dort, wo ein Mittelstürmer stehen muss, und staubte zum 1:0 ab. Hätte kurz vor der Pause allerdings auf Rashica querlegen müssen, anstatt mit seinem schwächeren linken Fuß selbst zu schießen (44.). Probierte es nach der Pause trotz Verletzungsproblemen noch einmal, musste aber kurz darauf angeschlagen vom Platz.

Sargent (Note 4)

War engagiert und lief viel, aber konnte Selke nicht gleichwertig ersetzen. Leistete sich einige Ballverluste und behauptete vorne zu wenige Bälle.

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