Die Aussagen des Werder-Stürmers Pizarro: "Die Fans lassen mein Herz erzittern"

Wie soll man das beschreiben, was in den vergangenen 24 Stunden in Bremen, bei Werder, mit und um Claudio Pizarro passiert ist? "Wahnsinn", sagt der Spieler selbst. Es ist vor allem wahnsinnig viel über ihn geschrieben worden.
08.09.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Pizarro:
Von Marc Hagedorn

Wie soll man das beschreiben, was in den vergangenen 24 Stunden in Bremen, bei Werder, mit und um Claudio Pizarro passiert ist? „Wahnsinn“, sagt der Spieler selbst. Es ist vor allem wahnsinnig viel über ihn geschrieben worden.

Im Internet twitterten und tweeteten die Menschen unter den Hashtags #verhandlungsmasse und #pizarrowatch, was die Smartphones hergaben. Sie machten Fotos, Fotomontagen, Collagen. Server stürzten ab, weil jeder etwas über Pizarro wissen wollte, jeder ihn sehen wollte. Am Ende hatte es #pizarrowatch am Sonntag auf Platz eins der Twitter-Charts geschafft, noch vor #Tatort und #Beckenbauer. Und das soll schon was heißen: Der Tatort vom Sonntag war der erste nach der Sommerpause. Und Franz Beckenbauer, dem Fußball-Kaiser, war vor dem bevorstehenden 70. Geburtstag immerhin eine aufwendige Fernseh-Doku gewidmet worden.

Selbst gesprochen hat Claudio Pizarro aber erst am Montag zum ersten Mal über seine Rückkehr nach Bremen, zunächst bei Werder.TV, anschließend vor den Journalisten im proppevollen Presseraum des Weserstadions. Claudio Pizarro sagte...

...über die Aufgeregtheit in den Sozialen Medien: Ich selbst gucke nicht so viel rein und nutze sie auch kaum. Aber meine Freunde haben mich hinterher gefragt, ob da am Flughafen am Sonntag ein Rockstar in Bremen angekommen ist. Der Empfang war sehr schön, das hatte ich in dieser Form nicht erwartet.

...über die Fans: Ich fühle mich in Bremen sehr wohl. Als ich aus Peru das erste Mal nach Bremen gekommen bin, da bin ich hier super aufgenommen worden. Ich bin ein herzlicher Mensch. Und die Fans lassen mein Herz zittern.

...über den Trainer Viktor Skripnik und dessen Assistenten Torsten Frings: Mit beiden und dazu ja auch noch mit Christian Vander (Torwarttrainer, Anm. d. Red.) habe ich zusammengespielt. Dass sie hier Trainer sind, war wichtig für mich. Das hat natürlich auch eine Rolle bei meiner Entscheidung für Werder gespielt.

...über seine Fitness: Ich fühle mich sehr gut. Es ist jetzt aber wichtig für mich, schnell auf den Platz zu kommen, denn mein Körper braucht das jetzt. Aber ich muss Schritt für Schritt denken. Ich hoffe aber, dass ich dieses Jahr noch ein paar gute Spiele machen kann.

...über die Chancen auf sein Saisondebüt schon am Sonntag in Hoffenheim: Das weiß ich noch nicht. Ich bin bisher nur alleine für mich gelaufen.

...über einen Stammplatz und seine Ziele mit Werder: Es ist immer alles möglich. Wir können hier was Schönes erreichen. Werder hat eine junge Mannschaft, insgesamt eine gute Mischung. Natürlich hoffe ich auf einen Stammplatz. Aber das ist die Entscheidung des Trainers. Ob ich ausländischer Rekordtorschütze in der Bundesliga bleiben will? Ja. Ob ich Marco Bodes Vereinsrekord (101 Tore, Anm. d. Red.) knacken will? Auch.

Lesen Sie auch

...über seine Rückennummer 14: Die 14 war immer meine Lieblingszahl, sie hat mir immer Glück gebracht. Der Grund, weshalb ich beim letzten Mal für Werder die 24 getragen habe, war, dass ich zuvor bei Bayern die 14 und bei Chelsea die 10 hatte – und 10 plus 14 ergibt 24.

...über ein Karriereende in Katar oder den USA: Ich hatte schon jetzt die Möglichkeit, dorthin zu gehen, aber es war nicht das Richtige für mich. Aber vielleicht im nächsten Jahr. Ich werde jetzt erst einmal sehen, was diese Saison bei Werder bringt.

...über seine Zukunft in der Nationalmannschaft Perus: Im Oktober beginnt die WM-Qualifikation, da will ich dabei sein. Ich habe mich bei der Nationalmannschaft während der Copa América im Juni sehr wohl gefühlt. Wir haben einen neuen Trainer (den Argentinier Ricardo Gareca, Anm. d. Red.). Er hat mir gesagt, dass ich ein wichtiger Spieler für ihn bin.

...über zukünftige Besuche auf der Galopprennbahn in der Vahr: Natürlich, wenn ich Freizeit habe, na klar (Claudio Pizarro besitzt mehrere Pferde, unter anderem gemeinsam mit Tim Borowski „Black Arrow“, Anm. d. Red.).

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+