Werder Bremen Pizarro ist bereit für das Kapitänsamt

Bremen. Claudio Pizarro ist zurück in Bremen. "Ich kann schon laufen", sagt der noch immer angeschlagene Peruaner. Auch wenn er noch nicht wieder komplett ist, fühlt er sich für ein mögliches Kapitänsamt gerüstet.
11.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Pizarro ist bereit für das Kapitänsamt
Von Olaf Dorow

Bremen. Wenn alles normal gelaufen wäre, dann hätte man Claudio Pizarro gefragt, wie ihm dieses oder jenes Tier gefällt, wie es ihm überhaupt so auf der Rennbahn gefällt, oder wie es den eigenen Pferden in Lima geht. Es läuft aber nicht normal, Werders bester Stürmer ist am Knie verletzt, und deswegen galt es vor allem zu klären, wie es dem Knie geht.

Das kann man ihn inzwischen vor Ort in Bremen erfragen, der Peruaner traf am Sonntag am späten Nachmittag als Nachzügler zum Werder-Renntag in der Vahr ein, er kam direkt aus Südamerika. In der Vorbereitung auf die Copa America hatte er sich vor drei Wochen verletzt, kurz vor der Rückkehr nach Deutschland durfte er noch das 1:0 seiner Peruaner gegen Mexiko erleben. HSV-Stürmer Guerrero hatte getroffen.

"Ich kann schon laufen", teilte Pizarro nun also mit. Das war eine eingeschränkt gute Nachricht. Er kann zwar laufen, aber nur geradeaus, fußballspezifische Bewegungen nach rechts und links fallen noch flach. In circa zwei Wochen, sagte der Angreifer, hoffe er wieder mittrainieren zu können mit der Mannschaft. Das wäre dann wenige Tage vor dem Pflichtspielstart in die Saison mit der ersten Runde des DFB-Pokals. Er sei sehr optimistisch für diese Saison, sagte Pizarro noch. Auch das lässt sich als eingeschränkt gute Nachricht für die Werder-Fans beschreiben. Er ist ein fröhlicher Mensch, ein lebensbejahender, könnte man sagen.

Zwar muss er zugeben, dass "wir vor einem komplizierten Jahr" stehen, aber sein lebensbejahendes Motto heißt ja: Das wird schon. "Wir müssen schnell Punkte holen am Saisonstart, und das werden wir auch machen", sagt er. Er kommt frisch vom Flughafen, er kennt den neuen Werder-Kader noch gar nicht im Detail. Aber das wird schon. Bestimmt. Claudio Pizarro ist nicht der Typ, der erst mal eine sorgenvolle Miene zieht und Bedenken anmeldet. Er will die Chance sehen, nicht die Gefahr. "Die neuen Spieler sind gut", sagt er, bevor er weitersagt: "...glaube ich."

Und würde er auch vorangehen in dieser neuen, zwar komplizierten aber bestimmt trotzdem guten Werder-Saison? Vielleicht gar als neuer Kapitän? "Wenn der Trainer fragt, na klar", sagt Claudio Pizarro noch schnell. In Windeseile war alles geklärt. Er wird bestimmt bald wieder einsteigen, Werder wird bestimmt bald ordentlich Punkte sammeln - und er würde nicht Nein sagen, wenn Thomas Schaaf ihn die K-Frage fragt. Pizarro zeigt sich zuversichtlich, so gesehen lief es gestern doch normal.

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