Pokalprämie und DFL-Zuschuss

Mehr Geld für Werder

Die Pandemie macht Werder finanziell zu schaffen, das Thema Finanzen stand in den vergangenen Monaten mehrfach auf der Tagesordnung. Doch neben fußballerischem Erfolg sieht es jetzt auch ökonomisch besser aus.
10.04.2021, 12:25
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Von Carsten Sander
Mehr Geld für Werder

Werder hatte lange Zeit Finanzprobleme, jetzt gibt es zumindest ein wenig Entlastung.

Andreas Gumz

Erst die Pokalprämie, jetzt frisches Geld aus dem Sparstrumpf der Deutschen Fußball-Liga – mit einem ausgeprägten Hang zur Übertreibung ließe sich sagen, dass Werder Bremen gerade ordentlich Kasse macht. Doch tatsächlich ist das, was aktuell an Geld herein kleckert, nichts, was dem Klub alle Finanzsorgen nimmt. Zu verachten ist die Summe wiederum auch nicht.

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Der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals hat Werder eine Netto-Einnahme von 1,5 Millionen Euro beschert. Und weil nun die DFL auch noch die vor Saisonbeginn einbehaltene „Risikovorsorge“ in Höhe von 30 Millionen Euro auflöst und an die 36 Clubs der beiden Bundesligen auszahlt, kommt für Werder laut Sportchef Frank Baumann noch mal ein „niedrig siebenstelliger“ Betrag hinzu – also eine Million Euro plus x.

Da dieses Geld aber nur eine Rücklage war und ohnehin den Clubs zugedacht ist, sieht Baumann keinen Gewinn: „Es hilft definitiv, aber es ist keine zusätzliche Einnahme, sondern ein Teil aus dem TV-Topf, der erst jetzt ausgeschüttet werden konnte.“ Wie die Pokaleinnahmen auch lindert diese Millionen-Spritze zwar die Bremer Not, „vergrößert aber nicht unsere Möglichkeiten“, erklärt Baumann und fügt launig an: „Das bedeutet nicht, dass ich mir am Samstag die Leipziger Startelf besonders genau angucken muss, weil wir davon jemanden kaufen könnten. Dafür reicht es nicht.“

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