Werder positioniert sich zu Schlägerei

Protest gegen Rechts ja, Gewalt nein

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald bezog am Montagabend Stellung zur Massenschlägerei, die am Sonnabend im Bremer Viertel zwischen rechten Hooligans und linken Werder-Ultras ausgebrochen war.
18.12.2017, 19:36
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Protest gegen Rechts ja, Gewalt nein

Hubertus Hess-Grunewald verurteilt die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen politisch linken und rechtsextremen Fangruppen.

nordphoto

Als Reaktion auf die Gewalteskalation zwischen politisch links zu verortenden Werder-Ultras und einigen Kneipengästen der „Schänke“ im Bremer Viertel, bei denen es sich mutmaßlich um rechtsextreme Hooligans gehandelt haben soll, zeigte sich der Verein mit dem Aktivismus gegen rechtsextremes Gedankengut grundsätzlich solidarisch, verurteilte jedoch die Anwendung von Gewalt.

„Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich um eine politisch motivierte Auseinandersetzung“, bestätigte Klubpräsident Hubertus Hess-Grunewald am Montagabend auf „Werder.de“. Schon im Stadion hatte es verbalen Protest seitens einiger Ultra-Gruppen gegeben, die rechtsextrem gesinnte Besucher der Partie gegen Mainz 05 in der Westtribüne ausgemacht hatten. „Diese Form des verbalen Protestes unterstützt der SV Werder Bremen ausdrücklich“, heißt es in der Vereinsmitteilung.

Anders verhält es sich mit der späteren Massenschlägerei, deren genau Umstände noch immer nicht restlos aufgeklärt sind. Zwar sei es wichtig, gegen rechtsextremistisches Gedankengut zu protestieren, allerdings müsse dies gewaltfrei geschehen, so der Tenor auf „Werder.de“. „Selbstjustiz ist keine Option in einem Rechtsstaat“, betonte Hess-Grunewald. „Aggressive Reaktionen oder Provokationen spielen gewaltbereiten extremen Gruppierungen in die Karten und wirken nur kontraproduktiv für den Protest gegen Rechtsextremismus.“

Werder werde in enger Zusammenarbeit mit der Polizei auch künftig nach Kräften versuchen, „mögliches Konfliktpotenzial wirkungsvoll zu entschärfen“, erklärte Hess-Grunewald. (mw)

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