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R wie Röntved, Per

An dieser Stelle tummeln sich Ikonen und Legenden des Klubs, schillernde Figuren und One-Hit-Wonder, große Stars und längst vergessene Namen: Im Mein-Werder-Wiki findet jeder seinen Platz.
02.02.2019, 15:38
Lesedauer: 1 Min
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Von Stefan Rommel

Was macht man, wenn man als einer der besten Abwehrspieler Europas gilt, hinter dem mehrere Topklubs her sind, darunter angeblich auch die Bayern? Man wechselt - mit etwas Verzögerung - in die zweite dänische Liga. So hat es jedenfalls Per Röntved gemacht und nicht nur damit für Aufsehen gesorgt. In seiner Heimat hatte sich der Däne schon einen Namen als exzellenter Libero gemacht, als er Anfang der 70er-Jahre nach Bremen wechselte.

Eher zufällig rutschte der gelernte Angreifer in die Defensive, weil es bei seinem Ex-Klub Brönshöj an Abwehrspielern mangelte. In Dänemark entwickelte Röntved dann einen ähnlichen Stil wie Franz Beckenbauer in Deutschland auf der Position des freien Mannes in der Abwehr. Röntved wurde bei Werder schnell zu einer festen Größe, war insgesamt sieben Jahre lang Werders Abwehrchef und ist bis heute mit 220 Pflichtspieleinsätzen der Bremer „Rekord-Däne“. Als die Bayern Beckenbauer an New York Cosmos verloren, galt Röntved als aussichtsreicher Kandidat für dessen Nachfolge.

Zwei Jahre später wechselte der mittlerweile 30-Jährige aber tatsächlich zum damaligen Zweitligisten Randers FC. Wenige Monate nach dem etwas ungewöhnlichen Transfer veröffentlichte Röntved eine Art Enthüllungsbuch. In „Die Kehrseite“ war auch die Rede von Dopingsubstanzen, die Werders Ärzte einigen Spielern verabreicht hätten, konkret vom Aufputschmittel Inocid. Belegt wurden die Röntveds Vorwürfe indes nie.

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