Ex-Werder-Torwart Oliver Reck Reck: "Trainerteam ist gefragt"

Bremen. Am Wochenende war Oliver Reck Augenzeuge von Werders 0:2-Niederlage gegen Schalke. Im Interview spricht der Ex-Werder-Torwart über Gesundheit, Berufsperspektiven und die Lage bei Werder.
09.04.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Reck:
Von Marc Hagedorn

Bremen. Anfang des Jahres erlitt Oliver Reck im Winterurlaub auf der Skipiste einen Herzinfarkt. Am Wochenende war der ehemalige Werder-Torwart Augenzeuge der 0:2-Niederlage gegen Schalke.

Marc Hagedorn nutzte die Gelegenheit, um mit der Werder-Ikone über Gesundheit, Berufsperspektiven und die Lage bei Werder zu sprechen.

Wie geht es Ihnen?

Oliver Reck: Jetzt geht es mir wieder gut. Aber es ist zunächst ein Schock, wenn man mit 48 Jahren einen Herzinfarkt bekommt. Jetzt weiß ich: Das hat eine genetische Ursache, mein Vater hatte dieses Problem auch. Ich bin nun aber wieder guter Dinge und weiß, was ich tun muss, damit das nicht wieder passiert.

Was heißt das für den Beruf? Sie waren zuletzt Cheftrainer beim Zweitligisten MSV Duisburg. Ist die Tretmühle Profifußball weiterhin ein Thema?

Auf jeden Fall. Ich fühle mich top-fit. Ich warte auf neue Aufgaben. Ich stehe bereit für neue Herausforderungen. Ich will mich weiter in diesem Job beweisen.

Vom Fußball kommen Sie nicht los?

Nein, das ist der Sinn meines Arbeitens. Ich habe Duisburg im Vorjahr vor dem Abstieg gerettet. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, dass der MSV jetzt mit einer sehr jungen und hungrigen Mannschaft in der zweiten Liga ganz ordentlich dasteht.

Vergangene Woche waren Sie beim Werder-Spiel in Mainz, haben mit Sebastian Mielitz von Torwart zu Torwart gesprochen. Was haben Sie ihm gesagt?

Ich habe ihn ein bisschen aufgebaut. Ich kenne die Situation, in der er sich befindet. Als junger Torwart in der ersten kompletten Bundesliga-Saison ist es nicht einfach. Die Mannschaft ist verunsichert, da muss man aufpassen, dass es einen selbst nicht runterzieht. Da habe ich ihm Mut gemacht.

Hat ja offenbar geholfen.

Gegen Mainz war er der Garant für den Punktgewinn. Aber das muss er jetzt in den nächsten Wochen noch ein paar Mal sein. Da muss er sich jetzt beweisen.

Schafft er das?

Er hat großes Talent, ist ein Torwart, der fußballerisch sehr gut ist. Er könnte sich aber in seinem Spiel noch mehr zutrauen; ruhig noch offensiver sein.

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Wie groß ist Ihre Sorge, dass Werder noch Probleme im Abstiegskampf bekommt?

Angst habe ich keine. Ich glaube nicht, dass es soweit kommen wird. Werder kann am Wochenende mit einem Sieg in Düsseldorf das Thema zu den Akten legen.

Und was kommt dann?

Werder hat viele Jungs, die Potenzial haben, etwa Füllkrug oder Trybull, vielleicht auch ein Wurtz, der noch gar nicht gespielt hat, den ich aber kenne. Da ist jetzt das Trainerteam gefragt, daraus etwas zu entwickeln. Freiburg oder Mainz spielen mit No-Name-Leuten oben mit. Das muss auch in Bremen bei Werder möglich sein.

Mit Thomas Schaaf an der Spitze?

Er ist ein Trainer, der ein Konzept hat. Ob er schlussendlich der richtige Mann ist, kann ich nicht beurteilen. Ich traue ihm aber zu, die Sache weiterzuführen.

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