Werder Bremen - Bayern München 1:2

Ribery bestraft Werder in letzter Minute

Bremen. In letzter Sekunde hat Werder Bremen einen Punkt gegen Bayern München verspielt. Beim 1:2 (0:0) im ausverkauften Weserstadion zeigten die Grün-Weißen eine ordentliche Leistung, doch traf Franck Ribery in der 90. Minute zum Bayern-Sieg.
21.04.2012, 17:23
Lesedauer: 3 Min
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Von Ben Binkle
Ribery bestraft Werder in letzter Minute

Da war es passiert: Tim Wiese kann dem Schuss von Franck Ribery in der letzten Minuten nur hinterherschauen - so siegt B

dpa

Bremen. In letzter Sekunde hat Werder Bremen einen Punkt gegen ein B-Team von Bayern München verspielt. Beim 1:2 (0:0) im ausverkauften Weserstadion zeigten die Grün-Weißen eine ordentliche Leistung, doch traf der eingewechselte Franck Ribery in der 90. Minute zum Bayern-Sieg.

Werder-Trainer Thomas Schaaf, der auf viele gesperrte und verletzte Stammkräfte verzichten musste, brachte Aaron Hunt, Aleksandar Stevanovic und Florian Trinks neu in die Startelf. Zudem saßen erstmals nach ihren Verletzungspausen auch wieder Sebastian Prödl und Marko Arnautovic auf der Ersatzbank. Bayern-Coach Jupp Heynckes schickte eine komplette Reserve-Elf auf den Rasen des Weserstadions, um seine Stars für das anstehende Champions-League-Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid am Mittwoch zu schonen.

Noch keine zwei Minuten waren gespielt, da hätten die Bayern schon führen können. Ein schneller und direkter Angriff endete bei Nils Petersen, der den Ball am Elfmeterpunkt aber nicht sauber traf (2.), sodass Tim Wiese nicht eingreifen musste. Die Gäste blieben das überlegene Team, Werder stand im eigenen Stadion tief und lauerte auf Konter. Dazu kam es allerdings nur sehr sporadisch.

So dauerte es bis zur nächsten Torszene eine gute Viertelstunde, dann scheiterte Petersen per Kopf an Wiese (19.). Im direkten Gegenzug hatte Zlatko Junuzovic etwas Platz, entschied sich dann aber für einen Distanzschuss, der deutlich über den Kasten flog (19.). Drei Minuten später hatten die Werder-Fans erstmals den Torschrei auf den Lippen, doch bekam Rosenberg nach schöner Flanke von rechts den Ball im Fallen nicht mehr aufs Tor.

Die Bremer bekamen das Spiel etwas besser in den Griff und erhöhten den Druck auf das Münchner Tor. Zu klaren Chancen kam es allerdings nicht, weil das Passspiel zu ungenau war. Anders die Bayern: Kurz vor der Pause hatte Petersen seine dritte Chance, diesmal stand dem Torerfolg nur die Querlatte im Wege (44.). Torlos ging es für beide Mannschaften in die Pause.

Auch Abschnitt zwei begann mit einer dicken Bayern-Chance. Perfekt bedient von Thomas Müller setzte Ivica Olica den Ball aber knapp am langen Eck vorbei (49.). Doch schlug Werder umgehend zurück. Einen Kopfball von Pizarro lenkte Manuel Neuer noch zur Ecke, doch brachte diese dann die Führung. Junuzovic flankte den Ball vors Tor, ein Pizarro-Kopfball landete etwas glücklich vor den Füßen von Naldo, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschoss(51.).

Durch das Tor nahm die Partie noch mehr Fahrt auf. Erst köpfte Schweinsteiger drüber (53.), dann fehlten bei Junuzovics Distanzschuss nur Zentimeter (54.). Und es wurde knifflig: Naldo räumte im Strafraum Müller und Ball ab, Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied nicht auf Elfmeter und ließ die Partie weiterlaufen.

Jupp Heynckes wollte sich nicht mit drohenden Niederlage abfinden und brachte in Toni Kroos, Franck Ribery und Mario Gomez drei Stammkräfte von der prominent besetzten Bayern-Bank ins Spiel. Auch Schaaf reagierte und wechselte Arnautovic für Trinks ein (68.).

Auf dem Rasen ging es hin und her. Rosenberg ließ das mögliche 2:0 fahrlässg liegen, als er allein vor Neuer den Ball vertendelte (74.). Das rächte sich postwendend: Beim Versuch, eine scharfe Hereingabe von Ribery zu klären, lenkte Naldo den Ball unbedrängt ins eigene Torzum Ausgleich (75.).

Und das Gegentor zeigte Wirkung, die Grün-Weißen wackelten. Ribery zielte knapp vorbei (78.), dann ließ Müller eine Riesenchance per Kopf liegen (80.). Bremen kam durch den eingewechselten Niclas Füllkrug noch zu einer Möglichkeit  (83.), doch war Bayern näher am Siegtor. Bei Takashi Usami fehlten nach Ribery-Vorlage ebenso nur Zentimeter (87.) wie beim Schlenzer von Kroos (88.).

Als sich alle schon auf eine Punkteteilung eingestellt hatten, schlugen die Münchner Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit doch noch zu. Ribery vernaschte am Strafraumeck Gegenspieler Stevanovic und vollendete mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck zum Siegtreffer(90.).

Für Werder Bremen geht es am kommende Sonnabend in der Bundesliga weiter. Am 33. Spieltag ist das Team beim VfL Wolfsburg zu Gast. Anstoß ist um 15.30 Uhr, wir berichten wie gewohnt im Liveticker.

Hier gibt es die Stimmen zum Spiel

Statistik: Werder Bremen - Bayern München 1:2 (0:0)

Bremen:Wiese - Stevanovic, Affolter, Naldo, Schmitz - Trybull - Junuzovic, Hunt - Trinks (68. Arnautovic) - Rosenberg (81. Füllkrug), Pizarro. - Trainer: Schaaf

München:Neuer - Rafinha, Timoschtschuk, Luiz Gustavo, Contento - Pranjic (64. Toni Kroos), Schweinsteiger - Usami, Thomas Müller, Olic (64. Ribery) - Petersen (70. Gomez). - Trainer: Heynckes

Schiedsrichter:Manuel Gräfe (Berlin)

Tore:1:0 Naldo (51.), 1:1 Naldo (75., Eigentor), 1:2 Ribery (90.)

Zuschauer:42.100 (ausverkauft)

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