Warum der Verteidiger auf der Bank saß

Risiko bei Toprak war zu hoch

Ömer Toprak fehlte gegen Dortmund erstmals in diesem Jahr in der Startelf. Warum der Innenverteidiger nur kurz zum Einsatz kam, hat Trainer Florian Kohfeldt erläutert.
05.02.2020, 10:49
Lesedauer: 1 Min
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Risiko bei Toprak war zu hoch
Von Christoph Bähr
Risiko bei Toprak war zu hoch

Ömer Toprak kam gegen Dortmund nur kurz zum Einsatz.

nordphoto

Drei ehemalige Dortmunder stehen im Werder-Kader, doch nur Leo Bittencourt gehörte am Dienstagabend beim Pokalduell gegen den Ex-Klub zur Startelf. Nuri Sahin saß aus taktischen Gründen auf der Bank. Trainer Florian Kohfeldt hatte sich im Mittelfeld für eine Doppel-Sechs mit Maximilian Eggestein und Davy Klaassen entschieden. Bei Ömer Toprak hingegen führte eine Risikoabwägung dazu, dass er zunächst auf der Bank saß. „Mit der medizinischen Abteilung haben wir entschieden, dass bei Ömer etwa 30 Minuten Spielzeit möglich gewesen wären ohne eine massiv erhöhte Verletzungsgefahr“, erklärte Kohfeldt.

Diese Aussage des Trainers lässt aufhorchen. Toprak stand zwar in allen drei Rückrundenspielen davor von Anfang an auf dem Platz, doch das Risiko spielt bei ihm offenbar immer noch mit, nachdem der Innenverteidiger einen Großteil der Hinrunde wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung verpasst hatte. „Er hat den Rhythmus gerade erst wieder aufgenommen nach einer langen Verletzung“, unterstrich Kohfeldt. „Im Kader wollte ich ihn aber unbedingt haben.“ In den letzten Minuten half Toprak nach seiner Einwechslung noch mit, den 3:2-Sieg ins Ziel zu retten.

In der Dreierkette durfte anstelle des Ex-Dortmunders Milos Veljkovic nach überstandenen Adduktorenproblemen ran und löste diese Aufgabe zuverlässig. „Milos hat das extrem gut gemacht“, lobte Kohfeldt. Noch im selben Atemzug versicherte der Werder-Coach aber, dass Toprak deswegen nun nicht seinen Stammplatz verloren habe. „Ömer ist ein Führungsspieler, der bei entsprechender Gesundheit gegen Union wieder auf dem Platz stehen wird“, betonte Kohfeldt und fügte noch hinzu: „Es kann sein, dass Milos auch auf dem Platz steht.“

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