Werder Bremen - SC Freiburg 2:3 Rückschlag gegen den SC

Bremen. Drei Pfostentreffer und jede Menge Abwehrpatzer haben Werder Bremens "Mini-Serie" in der Bundesliga beendet. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg hat es am Sonnabend eine kuriose 2:3-Niederlage gegeben.
16.02.2013, 17:17
Lesedauer: 3 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Werder Bremens kleine Serie ist beendet. Nach zuletzt zwei Siegen hat Werder am Sonnabend sein Heimspiel gegen den SC Freiburg mit 2:3 (0:1) verloren. In einer verrückten Partie stolperte Bremen einmal mehr über seine Defensivschwäche - hinzu kamen noch drei Aluminium-Treffer.

Trainer Thomas Schaaf musste seine Erfolgself der Vorwochen umbauen. Für die grippekranken Aaron Hunt und Sokratis rückten Clemens Fritz und Sebastian Prödl in die Anfangsformation. Marko Arnautovic nahm nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre erst einmal auf der Bank Platz.

Werder übernahm zu Beginn das Kommando, war präsent und diktierte das Geschehen. Bis auf einen von Nils Petersen abgefälschten Schuss von Kevin de Bruyne (7.) gab es allerdings keine Torgefahr. Nach einer Viertelstunde wurden dann auch die Gäste mutiger und kamen zu guten Chancen. Sebastian Mielitz rettete gegen Jan Rosenthal (21.) und Vegar Eggen Hendestad (23.), ein Kopfball von Rosenthal landete nur knapp neben dem Pfosten (22.).

Mielitz im Mittelpunkt

Im Bremer Spiel mangelte es zunehmend an Tempo und klaren Aktionen, Freiburg hatte die Partie mittlerweile unter Kontrolle. Erneut musste Mielitz mit einem Hechtsprung vor Karim Guede retten (29.) - allein dem Werder-Keeper war es zu verdanken, dass es weiterhin 0:0 stand.

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Werder bettelte weiter um ein Gegentor und wurde letztlich erhört. Erst rutschte Max Kruse noch Milimeter am Führungstreffer vorbei (35.), wenige Sekunden später durfte der Ex-Werderaner im SC-Trikot aber dann doch jubeln. Von den Bremer Verteidigern unbehelligt schoss er aus 18 Metern flach zum verdienten 1:0 für die Gäste ein (36.).

Das Gegentor schien ein Weckruf gewesen zu sein, denn plötzlich fand die Werder-Offensive wieder statt. Erst scheiterte Petersen noch frei vor dem Tor kläglich (38.), dann machte er es nach toller Vorarbeit von de Bruyne besser und schob den Ball vorbei an SC-Keeper Oliver Baumann zum Ausgleich ein (39.). Mit einem für die Gastgeber glücklichen Remis ging es in die Pause - auch, weil Mielitz Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal glänzend gegen Daniel Caligiuri rettete (45.).

Fünf Mal Aluminium

Deutlicher wacher begann Bremen den zweiten Abschnitt. Zlatko Junuzovic setzte einen Kopfball an die Latte (46.), Fritz verzog einen Flachschuss knapp (48.). Doch auch der SC spielte weiter nach vorne. Immer im Blickpunkt: Das Duell Caligiuri gegen Ignjovski. Dort hatte der Freiburger klare Vorteile. Nach einem ungeschickten Einsatz von Ignjovski und Eljero Elia gegen Caligiuri auf der Strafraumgrenze entschied Schiedsrichter Peter Sippel auf Elfmeter, den ger Gefoulte selber zum 2:1 für die Gäste verwandelte (53.).

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Schaaf reagierte und brachte Arnautovic für den nahezu unsichtbaren Ekici (54.). Und der Österreicher fügte sich gleich stark ein. Auf rechts zog er davon, in der Mitte verpasste Petersen die Flanke nur knapp (57.) - es wäre eine erneute prompte Antwort auf das Gegentor gewesen.

Das Spiel war nun temporeich und komplett offen. Arnautovic brachte weiter Schwung - und bereitete dann auch den 2:2-Ausgleich vor. Von rechts flankte er scharf in die Mitte, wo Keeper Baumann vorbeisegelte. Petersen stand glodrichtig und nahm das Geschenk an (64.). Und es ging völlig wild weiter: Auf der Gegenseite traf Guede nur den Außenpfosten (66.), Sekunden später stand nur die Querlatte einem dritten Petersen-Treffer im Wege (67.).

Bremen nur vorne gut

Bei allem Offensivgeist vergaß Werder immer mehr das konsequente Verteidigen. Was sich wiederholt rächte. Nach einer Standardsituation hämmerte Guede das Leder an die Latte, den Abpraller konnte die Bremer Abwehr nicht klären, sodass Matthias Ginter die zweite Chance bekam und zum 3:2 einschoss (71.). In dieser Szene sah auch der bis dahin starke Mielitz nicht gut aus.

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Werder bäumte sich weiter auf und wehrte sich gegen die drohende Niederlage. Es fehlten aber Glück und Präzision: Wieder scheiterte Petersen mit einem Kopfball am Pfosten (75.). Schaaf zog in Özkan Yildirim und Joseph Akpala seine letzten beiden Offensiv-"Joker" - es brachte aber nichts mehr ein. In der Schlussphase wurde es nicht mehr gefährlich vor dem Gästetor, so blieb es bei der 2:3-Heimniederlage.

Für Werder geht es am kommenden Sonnabend, 23. Februar, in der Bundesliga weiter. Dann sind die Grün-Weißen beim unangefochtenen Tabellenführer Bayern München zu Gast. Anstoß ist um 15.30 Uhr, wir berichten wie gewohnt im Liveticker und Liveblog.

Spielstatistik:

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Werder Bremen - SC Freiburg 2:3 (1:1)

Bremen: Mielitz - Ignjovski, Prödl, Lukimya, Schmitz - Junuzovic (74. Yildirim) - Fritz, De Bruyne - Elia (81. Akpala), Ekici (54. Arnautovic) - Petersen

Freiburg: Baumann - Hedenstad (58. Günter), Ginter, Diagne, Sorg - Schuster, Makiadi - Max Kruse, Daniel Caligiuri - Rosenthal (88. Santini), Guede (82. Flum)

Schiedsrichter: Peter Sippel (München)

Tore: 0:1 Max Kruse (36.), 1:1 Petersen (39.), 1:2 Daniel Caligiuri (54., Foulelfmeter), 2:2 Petersen (65.), 2:3 Ginter (71.)

Zuschauer: 38.498

Gelbe Karten: Makiadi (2)

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