Wie Kohfeldt den Stürmer bewertet

Sargent und die verlorene Leichtigkeit

Zweimal durfte Josh Sargent nach der Winterpause von Anfang an spielen, zweimal war der Ertrag sehr gering. Trainer Florian Kohfeldt nahm den Stürmer nun in Schutz und lobte dessen Mannschaftsdienlichkeit.
30.01.2020, 17:21
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Sargent und die verlorene Leichtigkeit
Von Christoph Bähr
Sargent und die verlorene Leichtigkeit

Josh Sargent strahlte gegen Hoffenheim kaum Torgefahr aus.

nordphoto

Seine zwei herrlichen Tore im Testspiel gegen Hannover weckten große Erwartungen, doch in den Pflichtspielen konnte Josh Sargent diese bislang nicht erfüllen. Als einziger Mittelstürmer konnte sich der 19-Jährige gegen Düsseldorf und Hoffenheim nur selten durchsetzen. Ihm gelang kein Treffer, und er erzeugte nicht einmal wirklich Torgefahr. „Im Offensivverhalten geht ihm momentan ein Stück weit die Leichtigkeit ab“, räumte Florian Kohfeldt am Donnerstag ein.

Und dann hielt der Trainer ein Plädoyer für das Sturmtalent: „Josh arbeitet unglaublich viel gegen den Ball und für die Mannschaft. Er bereitet das Pressing und Ballgewinne vor, ist sehr diszipliniert im Defensivverhalten. Der Junge zerreißt sich für die Mannschaft, ohne Rücksicht darauf, ob er gut aussieht. Davor ziehe ich den Hut.“

Zudem verwies Kohfeldt darauf, dass Sargent vor der Winterpause mit einem Muskelfaserriss rund vier Wochen lang ausfiel: „Er ist immer noch im physischen Aufbau, hat deshalb auch beide Spiele nicht über 90 Minuten gemacht.“ Sargent bekomme weiterhin sein volles Vertrauen, betonte Kohfeldt. „Und er kriegt immer wieder aufgezeigt, was er besser machen kann, wie er noch torgefährlicher werden kann und wie er seine Physis noch besser einsetzen kann.“

Vielleicht klappt es dann gegen Augsburg auch mit dem ersten Rückrundentreffer des US-Amerikaners. An den Gegner hat er zumindest gute Erinnerungen: Beim 3:2-Sieg im Hinspiel gelang Sargent ein traumhaftes Tor, als er den gegnerischen Keeper überlupfte. „Klar habe ich diese Szene noch im Kopf. Da war die Leichtigkeit da“, sagte Kohfeldt. „Es ist aber schwer, das jetzt von einem 19-Jährigen zu erwarten in unserer aktuellen Situation.“

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