Vor dem Spiel HSV - Werder

Schaaf erwartet Reaktion

Bremen/Hamburg. Vor dem Bundesliga-Nordderby am Sonntag beim Hamburger SV erwartet Werder Bremens Trainer Thomas Schaf eine Leistungssteigerung von seiner Mannschaft. Beim Training der Grün-Weißen sei zuletzt "Feuer da" gewesen.
25.01.2013, 14:11
Lesedauer: 2 Min
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Schaaf erwartet Reaktion
Von Daniel Stöckel

Bremen/Hamburg. Vor dem Bundesliga-Nordderby am Sonntag (ab 15.30 Uhr im Liveticker und im bremen4u-Liveblog) beim Hamburger SV erwartet Werder Bremens Trainer Thomas Schaf eine Leistungssteigerung von seiner Mannschaft.

Bei der 0:5-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund habe seine Mannschaft "den Gegner gewähren lassen". Deswegen sei es gegen die Hamburger wichtig, "anders in die Zweikämpfe" zu gehen. "Das ist eine grundlegende Sache, die wir auch immer wieder trainiert haben", so Schaaf mit dem Blick auf Übungseinheiten der Grün-Weißen in der laufenden Woche.

Während des Trainings hat der Coach eine veränderte Stimmung auf dem Platz wahrgenommen. "Wir haben sicherlich gemerkt, dass wir unzufrieden mit dem letzten Wochenende waren", so Schaaf. Festzustellen sei außerdem gewesen, "dass wir uns in dieser Woche intensiv in den Trainingseinheiten gerieben haben, dass Stimmung da war, dass viele Aktivitäten da waren. Das Feuer war schon da, aber das muss richtig umgesetzt werden."

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Am Sonntag erwartet Schaaf einen engagierten HSV: "Sie werden versuchen, konstant einen Druck auf uns zu erzeugen", glaubt Schaaf. "Ich glaube, dass es ein intensives Spiel wird und beide Mannschaften gewillt sind, ihre Situation zu verbessern."

Sportlich hatte der HSV zuletzt gegen Werder nichts zu lachen. In der jüngsten Vergangenheit siegte Werder 2:0, 3:1, 2:0. Die größte Demütigung widerfuhr den Hanseaten von der Elbe, als ihnen die Hanseaten von der Weser binnen 19 Tagen sämtliche Titelchancen in DFB-Pokal, UEFA-Cup und Bundesliga raubten. "Dieses Trauma wird aus der Geschichte des HSV nicht mehr zu tilgen sein", sagte der damalige Vorstandschef Bernd Hoffmann.

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Die Durststrecke geht HSV-Fans und -Spielern an die Nerven. "Das kann nicht so weitergehen", so Sportdirektor Frank Arnesen und bestellte bei seinen Profis einen Sieg. Werder-Stürmer Aaron Hunt konterte verschmitzt lächelnd: "Wir sind die letzten Jahre immer ganz gern nach Hamburg gefahren."

Kein Wunder, denn seit Trainer Thomas Schaaf die Geschicke der Grün-Weißen von der Weser leitet, haben sie von 31 Pflichtspielvergleichen mit dem HSV 17 gewonnen. Die Hamburger bringen es nur auf acht Siege. In der Bundesliga-Siegstatistik liegt Werder mit 34:30 vorn.

HSV-Chef Carl-Edgar Jarchow nimmt auf die Befindlichkeit der HSV-Anhänger Rücksicht. "Für die Fans ist es natürlich wichtig, dass der HSV vor Werder in der Tabelle steht", meinte der FDP-Politiker. Er selbst setzt andere Prioritäten. Oberstes Ziel sei, "dass der HSV weiter nach oben kommt. Das ist mir wichtig, Werder Bremen interessiert mich da weniger."

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Trainer Thorsten Fink und HSV-Spielgestalter Rafael van der Vaart sind schon im Derby-Fieber. "Dieses Spiel ist ganz wichtig für den Verein, für die ganze Stadt", betonte van der Vaart. Fink orakelte: "Ich habe das Gefühl, wir sind im Moment besser drauf als Bremen." (mit Material von dpa)

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