Werder-Trainer in der Kritik Schaaf: "Ich habe noch Power"

Bremen. Der Gegenwind für Thomas Schaaf wird schärfer. Nach drei Niederlagen in Folge droht Werder der Abstiegskampf. Logisch, dass da auch die Trainerfrage gestellt wird - zumindest von außen.
03.03.2013, 17:42
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Nach drei Niederlagen in Folge und wegen des drohenden Abstiegskampfes steht Thomas Schaaf stark in der Kritik. Fußballexperten und Teile der Fans fordern seine Ablösung. Auf Seiten seiner Spieler und der Werder-Verantwortlichen genießt Schaaf aber weiterhin Vertrauen. Er selbst denkt nicht ans Aufgeben.

Vor fast genau zwei Jahren meldeten sich erstmals Zweifler, als Werder bis zum Saisonende im Abstiegskampf steckte. Im vergangenen Jahr um diese Zeit leitete Werder die schlechteste Rückrunde der Vereinsgeschichte ein. Heute wird Werder erneut in den Abstiegskampf verstrickt. „Die Ergebnisse“, befand Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus in einer Expertenrunde bei „Sky“, „sprechen zurzeit nicht nur nicht für die Mannschaft, sondern auch nicht für den Trainer.“

Und Thomas Helmer befand: „Werder ist an einem Punkt angekommen, an dem der Verein was tun muss.“ Was, das musste der Ex-Profi nicht aussprechen. Zuvor hatte schon der Ex-Bremer Uli Borowka "Veränderungen" bei Werder angeregt.

Während die Kritik von außen an Schärfe zunimmt, bleiben die Verantwortlichen in Bremen betont gelassen. Werder neuer Sportchef Thomas Eichin spricht Thomas Schaaf gar eine Jobgarantie aus:"Dass sich in der Mannschaft Dinge ändern müssen, das weiß Thomas Schaaf auch. Er wird die Maßnahmen bündeln. Der Trainer steht in keiner Weise zur Diskussion“.

Auch die Werder-Spieler halten weiterhin zu ihrem Trainer. Bremens Innenverteidiger Sokratis sieht die Schuld nicht beim Trainer und spricht sich deutlich für Thomas Schaaf aus:"Jeder glaubt an ihn. Das Verhältnis zwischen uns Spielern und dem Trainer ist sehr gut, es gibt keinen Grund an ihm zu zweifeln.“ In eine ähnliche Kerbe schlägt der Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic. Er sagt die Mannschaft sei intakt man wolle sich von den äußeren Einflüssen nicht irritieren lassen.

An Thomas Schaaf selber geht die Kritik der letzten Wochen nicht spurlos vorbei. "Für mich ist das im Moment scheißegal" polterte Thomas Schaaf, als er auf die Tabellensituation angesprochen wurde. Ein seltener verbaler Ausfall des Trainers, der in Interviews sonst sehr beherrscht wirkt. Unbefriedigend sei, dass man keine Verbesserung hinbekomme, gab sich der Coach selbstkritisch.

Auf die konkrete Frage, ob er sich einen Rücktritt vorstellen könne antwortete Schaaf ausweichend: "Ich habe tausend Gedanken im Kopf, aber es muss ja nicht gleich in die Richtung gehen". Natürlich blitzten derartige Gedanken auf, wenn man sich ärgert. Aber wenn man dann sachlich analysiere, dann bleiben genug Ideen, um die Dinge anzugehen, so Schaaf. "Ich habe noch Power", gibt sich Schaaf kämpferisch. (oni/wat/dpa).

Mehr zum Thema Thomas Schaaf lesen Sie in der Montagsausgabe des WESER-KURIER.

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