Werder Bremen Schaaf sieht kein System-Problem

Bremen. Werder Bremens Defensivtaktik ist im Heimspiel gegen Fürth nicht aufgegangen. Dennoch sieht Trainer Schaaf keine Fehler im System - er verweist lieber auf die Leistungen der Spieler.
18.03.2013, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Schaaf sieht kein System-Problem
Von Marc Hagedorn

Bremen. Was in Mönchengladbach so gut funktioniert hatte, sollte auch gegen Greuther Fürth den Erfolg bringen. Werder-Trainer Thomas Schaaf setzte gegen den Tabellenletzten erneut auf Kompaktheit im Mittelfeld und stellte wie in Gladbach nur drei gelernte Offensivkräfte auf (Petersen, De Bruyne, Junuzovic). Als Rechtsaußen begann wieder Aleksandar Ignjovski, von Haus aus Defensivmann, zuletzt aber Torschütze. Dafür blieb etwa der stellvertretende Mannschaftskapitän Aaron Hunt auf der Bank.

Und den zuletzt gesperrten Abwehrchef Sokratis, eine der wenigen Konstanten in dieser Saison, setzte Schaaf nicht in der wackeligen Innenverteidigung ein, sondern im defensiven Mittelfeld. Eine gute Entscheidung?

Nach 45 Minuten, in denen Werder ideenlos und ohne Druck nach vorne gespielt hatte, war Schaaf schlauer und korrigierte mit der Einwechselung von Marko Arnautovic und Hunt zumindest einen Teil seiner Personalentscheidungen. "Die Aufstellung ist Sache des Trainers", sagte Kurzarbeiter Hunt hinterher, "er hat sich halt so entschieden und sicher etwas dabei gedacht." Mehr mochte der doppelte Elfmetertorschütze dazu nicht sagen.

Dies dürfte ganz im Sinne der Sportlichen Leitung gewesen sein, denn weder Schaaf noch Sportdirektor Thomas Eichin wollen von einer Systemfrage oder einer Taktikdiskussion etwas hören. Eichin sagte zur Startaufstellung ohne Hunt und Arnautovic: "Die Spieler, die beim Anpfiff auf dem Platz standen, sind in der Lage, Druck nach vorne zu machen." Dass sie es nicht taten, stellte indes auch Eichin vor Rätsel. "Ich weiß nicht, warum wir es nicht schaffen, die positive Grundstimmung aus der Trainingswoche mit ins Spiel zu nehmen."

Schaaf reagiert zunehmend gereizt auf Nachfragen zur taktischen Aufstellung. "Das hat nix mit dem System zu tun, sondern mit Leistung", sagte der Werder-Trainer. Das war eine klare Botschaft an die Adresse der Spieler. Warum die Mannschaft die Pläne des Trainers nicht umgesetzt hat? Darauf gab es am Wochenende von Schaaf keine Antwort.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+