Werder Bremen - SC Freiburg 4:3 Schaafs "Joker" stechen gegen Freiburg

Freiburg. Knapp zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison hat Werder Bremen in einem Testspiel den Ligarivalen SC Freiburg 4:3 (1:2) besiegt. Nach 1:3-Rückstand haben die "Joker" Wagner und Arnautovic die Partie noch gedreht.
19.07.2011, 20:50
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Freiburg. Knapp zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison hat Werder Bremen in einem Testspiel den Ligarivalen SC Freiburg 4:3 (1:2) besiegt. Auch wenn die Bremer im Breisgau nur phasenweise überzeugen konnten, zeigten sie nach 1:3-Rückstand Moral und wurden durch drei "Joker"-Tore belohnt.

In der nahezu leeren badenova-Arena begann Werder stark. Erst verpasste Lennart Thy noch eine Flanke von Lukas Schmitz (6.), zwei Minuten später war der Werder-Stürmer dann nach einer Marin-Ecke per Kopf zur Stelle und traf zum frühen 1:0. Die Bremer ließen den Ball gut laufen, ein Kopfballtor von Andreas Wolf wurde wegen einer Abseitsstellung aber zurückgepfiffen (14.).

Nach rund 20 Minuten war es dann aber vorbei mit der Werder-Spielfreude und Freiburg übernahm immer mehr das Kommando. Erst setzte Cedric Makiadi eine Großchance noch über das Tor (28.), dann macht es Daniel Caligiuri genauer. Er ließ Wolf ins Leere grätschen, anschließend tunnelte er Tim Wiese zum Ausgleich (30.). Während sich die Bremer noch über den Ausgleich ärgerten, legte der SC nach. Nach einem Missverständnis zwischen Wolf und Philipp Bargfrede war erneut Caligiuri durch, der diesmal aber für Garra Dembele auflegte - 2:1 für Freiburg (32.). Die letzte Chance zum Bremer Ausgleich vor der Pause vergab Markus Rosenberg (42.).

Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, kam Freiburg auch schon zum dritten Tor. Erik Jendrisek setzte sich durch und passte zu Makiadi, der mühelos aus elf Metern ins lange Eck einschieben konnte (50.). Einmal mehr war Bremens Keeper Tim Wiese ohne jede Abwehrchance.

Schaafs Wechsel bringen die Wende

Werder war um eine Antwort bemüht, mehr als eine Kopfballchance durch Innenverteidiger Leon Balogun kam dabei aber zunächst nicht heraus (58.). Thomas Schaaf wechselte seine Elf nach einer Stunde gehörig durch, brachte in Sandro Wagner und Marko Arnautovic ein frisches Sturmduo.

Was sich gleich auszahlte. Nach einem Steilpass war Arnautovic alleine durch und ließ SC-Keeper Oliver Baumann keine Chance (68.). Und Werder fasste nach dem Anschlusstreffer neuen Mut. Philipp Bargfrede wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Wagner sicher zum Ausgleich (83.). Und die beiden Bremer "Joker" stachen dann auch beim Siegtor. Eine Maßflanke von Wagner köpfte erneut Arnautovic locker zum 4:3 ins Tor (88.).

"Das war sicher unser bestes Spiel in der Vorbereitung", sagte Thomas Schaaf nach dem Abpfiff. "Wir haben gegen einen starken Gegner sehr gut angefangen, dann aber Geschenke verteilt und uns selber von unserem Spiel abgebracht. Nach dem 1:3 haben wir dann wieder angefangen, Fußball zu spielen. Da hat man gesehen, was dann möglich ist."

Siegtor mit dem Ohr

Auch Marko Arnautovic zeigte sich zufrieden. "Tore im Test gegen einen Bundesligisten sind immer ein gutes Gefühlt", sagte der Doppel-Torschütze, der zudem verriet: "Ich habe das Siegtor mit dem Ohr erzielt."

Für Werder Bremen stehen vor dem ersten Pflichtspiel am 31. Juli beim 1. FC Heidenheim im DFB-Pokal noch zwei weitere Tests an. Am Sonnabend ist die Mannschaft beim Turnier in Southampton zu Gast, kommenden Dienstag findet dann die Generalprobe gegen Olympiakos Piräus statt.

Werder Bremen - SC Freiburg 4:3 (1:2)

Werder Bremen:Wiese - Fritz, Balogun, Wolf, Schmitz - Bargfrede, Wesley (60. Trybull), Hunt, Marin (60. Trinks) - Thy (64. Wagner), Rosenberg (64. Arnautovic)

Tore:1:0 Thy (8.), 1:1 Caligiuri (30.), 1:2 Dembele (32.), 1:3 Makiadi (50.), 2:3 Arnautovic (68.), 3:3 Wagner (83. Foulelfmeter), 4:3 Arnautovic (88.) (bb/odo)

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