Neue Schilder für das Weserstadion

Schriftzug an Westtribüne erst in einigen Monaten

Das Weserstadion hat einen neuen Namen, zu sehen ist davon allerdings bislang wenig. Und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis „Wohninvest Weserstadion“ in großen Lettern an der Westtribüne prangt.
25.07.2019, 08:18
Lesedauer: 2 Min
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Schriftzug an Westtribüne erst in einigen Monaten
Von Christoph Bähr
Schriftzug an Westtribüne erst in einigen Monaten
nordphoto

Seit dem 1. Juli trägt das Weserstadion offiziell seinen neuen Namen: „Wohninvest Weserstadion“. Mehr als drei Wochen sind also vergangen, zu sehen ist von der Umbenennung am Stadion allerdings noch nichts. Dafür wird gerade im Innenraum an neuen Schildern gearbeitet. Beim Testspiel gegen den FC Everton am Tag der Fans (3. August) werde dort „an den meisten vorgesehenen Flächen“ das neue Logo des „Wohninvest Weserstadions“ zu sehen sein, teilte Michael Rudolph, Werders Direktor Kommunikation, auf Anfrage mit. Zudem sollen im Stadion bis dahin die Werbeflächen für die Immobilienfirma Wohninvest, die die Namensrechte für zehn Jahre erworben hat, fertiggestellt sein.

„Die Arbeiten gehen voran und liegen im Zeitplan“, betonte Rudolph. Bis der wohl prominenteste Platz mit dem neuen Stadionnamen versehen wird, dauert es allerdings noch eine ganze Weile. An der Außenfassade der Westtribüne soll künftig groß „Wohninvest Weserstadion“ stehen, sodass alle Fans, die aus Richtung des Stadtzentrums zum Stadion kommen, den neuen Namen sehen. „Ob es ein LED-­Schriftzug wird oder eine andere Lösung, steht noch nicht fest“, sagte Rudolph. Die Planungsphase läuft also weiterhin. Wann die Arbeiten beginnen können, ist offen. Rudolph erklärte: „Das ist ein mittelfristiges Projekt. Die Umsetzung wird noch einige Monate dauern.“

Ebenfalls unklar ist, wann die zahlreichen Hinweisschilder für das Stadion an den Straßen mit dem neuen Namen versehen werden. Das Bauressort der Stadt Bremen teilte mit, dass Gespräche mit Werder zu diesem Thema laufen. Ein Ergebnis gebe es noch nicht.

Eine gewisse Übergangszeit wird es also noch geben, bis der Name „Wohninvest Weserstadion“ überall im Stadtbild präsent ist. Einen Teil der Werder-Fans dürfte das kaum stören. Dass die Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS), die zu je 50 Prozent Werder und der Stadt Bremen gehört, die Namensrechte für das Stadion verkauft hat, traf insbesondere bei den Ultras auf harsche Kritik. Bei einer Demonstration taten sie ihren Unmut kund, weitere Proteste dürften folgen. Der Deal steht aber: Die Wohninvest Holding GmbH, die vor allem mit Gewerbeimmobilien handelt, zahlt jährlich drei Millionen Euro für die Namensrechte an die BWS. Der Vertrag läuft bis 2029. Die ganz große Eile ist daher bei der Umgestaltung der Schilder offenbar nicht geboten.

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