So könnte Werder gegen Dortmund spielen

Selke wieder in der Startelf

Es wird das erste gemeinsame Heimspiel für die beiden Neuzugänge Davie Selke und Kevin Vogt: Im Pokalspiel gegen den BVB hat Trainer Florian Kohfeldt zudem vor allem in der Defensive wieder Alternativen.
04.02.2020, 18:16
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Jean-Julien Beer
Selke wieder in der Startelf

Erster gemeinsamer Auftritt in einem Werder-Heimspiel: Florian Kohfeldt bringt gegen den BVB die Neuzugänge Kevin Vogt und Davie Selke.

nordphoto

Für einen Moment schien mal wieder alles auf eine Notabwehr bei Werder hinauszulaufen: Ausgerechnet im Abschlusstraining für das Pokalspiel an diesem Dienstag gegen Borussia Dortmund fehlten Niklas Moisander und Ömer Toprak, und damit zwei Drittel der Dreier-Abwehrreihe, auf der bei Werder so große Hoffnungen ruhen. Doch dann konnte Florian Kohfeldt Entwarnung geben. „Beide haben das Spiel in Augsburg gut überstanden, brauchten aber einen weiteren Tag zur Regeneration“, erklärte Werders Trainer und verwies darauf, dass beide Spieler ja auch schon über 30 Jahre sind. Da darf man den Körper ruhig etwas schonen, zumal gegen den BVB vor allem die Erfahrung der beiden Verteidiger wichtig werden könnte.

In der Abwehr sieht es bei Werder ohnehin diesmal viel besser aus als in den vergangenen Tagen, gleich drei Spieler kehren in den Kader zurück: Milos Veljkovic nach seinen Adduktorenproblemen, Sebastian Langkamp nach Kniereizung und Grippe – sowie Marco Friedl, der in der Bundesliga zuletzt gesperrt fehlte. Friedl könnte die linke Defensivseite wieder abdichten, zumal er an diesen Gegner beste Erinnerungen hat: In der Hinrunde gelang ihm bei Werders 2:2 in Dortmund sein erstes Bundesligator.

Guter Eindruck im Abschlusstraining

Im Angriff wird Winter-Neuzugang Davie Selke erstmals wieder im Weserstadion auflaufen, im Abschlusstraining bestätigte er alles, was man sich bei Werder von seiner Verpflichtung versprach: Tore, ein Auge für die Mitspieler und großes Selbstvertrauen, das Pokalduell mit dem großen BVB könnte ein Spiel nach Selkes Geschmack werden. Die beiden Winterneuzugänge Selke und Kevin Vogt stehen also erstmals gemeinsam in einem Heimspiel in der Startelf.

Die Rückkehr von Friedl ermöglicht Kohfeldt zudem andere Optionen, die nach den Eindrücken vom 1:2 in Augsburg sinnvoll erscheinen: Leonardo Bittencourt könnte wieder auf die rechte Seite wechseln und dadurch Maximilian Eggestein eine Rückversetzung ins zentrale Mittelfeld ermöglichen. Alternativ könnte es Werder mit dem System probieren, das in der Hinrunde in Dortmund über weite Strecken sehr gut funktionierte: dem Tannenbaumsystem. Dabei wäre Selke die einzige Spitze, dahinter würden Milot Rashica und Bittencourt etwas hängend als schnelle „Zehner“ für Gefahr und Pressingmomente sorgen.

So könnte Werder spielen:

Pavlenka - Toprak, Vogt, Moisander - Bittencourt, Sahin, Friedl - M. Eggestein, Klaassen - Selke, Rashica

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+