Abschied perfekt Serge Gnabry verlässt Werder

Nun ist es raus: Serge Gnabry wird Werder Bremen verlassen. Das teilte der Verein am Donnerstag offiziell mit. Wohin der 21-Jährige dank einer Ausstiegsklausel wechselt, ist bislang nicht bekannt.
08.06.2017, 12:04
Lesedauer: 2 Min
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Serge Gnabry verlässt Werder
Von Malte Bürger

„Serge hat uns mitgeteilt, dass er nach seinem ersten Jahr bei Werder, das für ihn sehr gut gelaufen ist, gerne den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte", sagte Werders Sportchef Frank Baumann. "Er wird deshalb eine Ausstiegsklausel ziehen und den Verein am Monatsende verlassen.“ Gegenüber der "Bild"-Zeitung ergänzte Baumann zudem: "International zu spielen, war der ausschlaggebende Punkt. Wohin es ihn zieht, wissen wir noch nicht." Als heißester Kandidat galt zuletzt die TSG Hoffenheim.

Wie Baumann gegenüber dem WESER-KURIER erklärte, plane Werder nicht, für Gnabry "einen Eins-zu-Eins-Ersatz" zu holen. "Wir haben auch jetzt schon gute Möglichkeiten im Kader für unser Flügelspiel", sagte Baumann und verwies namentlich auf die Offensivkräfte Florian Kainz, Izet Hajrovic, Fin Bartels und Max Kruse. "Wenn wir jemanden holen, dann einen zentralen Stürmer", so Werders Sportchef.

Trainer Alexander Nouri bedauert Gnabrys Abschied: „Natürlich ist es schade, dass uns mit Serge ein absoluter Leistungsträger verlässt, der eine außerordentlich positive Entwicklung genommen und der Mannschaft mit starken Leistungen enorm geholfen hat", sagte er. "Wir wünschen ihm für seine Zukunft und seinen weiteren Werdegang alles Gute.“

Auf seiner Facebookseite äußerte sich auch Gnabry selbst zu seinem bevorstehenden Abschied: "Werder Bremen ist wirklich ein besonderer Verein und hat meine Vorstellungen und Erwartungen übertroffen", erklärte er. "Ich habe hier eine Chance erhalten mich zu beweisen und dafür bin ich euch allen sehr dankbar. Den Support der ganzen Stadt, der Fans und den meiner Mannschaftskollegen werde ich nicht vergessen."

Wohin der Weg des Offensivtalents nun genau führen wird, verriet aber auch er nicht: "Dazu sage ich zu einem anderen Zeitpunkt mehr", so Gnabry. "Heute ist mir wichtig, danke zu sagen. Ich behalte Werder im Herzen."

Gnabry war im vergangenen Sommer nach einem starken Auftritt im deutschen Team bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vom FC Arsenal aus London an die Weser gewechselt. Seither kam der Mittelfeldspieler in 27 Pflichtpartien für Werder zum Einsatz und erzielte dabei elf Tore. Nach vielen starken Leistungen in der Hinrunde kam Gnabry im weiteren Verlauf der Saison nicht mehr so häufig zum Zuge und musste häufig von der Bank aus zuschauen, wie seine Teamkollegen eine beeindruckende Siegesserie hinlegten.

Im vergangenen November hatte Gnabry sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft gegeben und war im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino direkt als dreifacher Torschütze in Erscheinung getreten.

Auch via Twitter verabschiedete sich Gnabry noch einmal von Werder. "Danke Bremen, es hat Spaß gemacht für euch zu kochen", schrieb er in Anlehnung an seinen Torjubel, bei dem er einen imaginären Löffel durch einen Topf kreisen ließ.

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