Die Noten zum Debakel gegen Mainz

Setzen, Sechs! Versetzung arg gefährdet

In allen Mannschaftsteilen hat Werder ein enttäuschendes Spiel abgeliefert, entsprechend schlecht sind die Noten. Hier ist unsere Einzelkritik.
18.12.2019, 10:06
Lesedauer: 2 Min
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Von wkf
Setzen, Sechs! Versetzung arg gefährdet

Werders Profis haben gegen Mainz reihenweise enttäuscht.

nordphoto

Pavlenka (Note 4)

Hielt, was zu halten war, und wurde von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Für das Eigentor konnte er nichts.

Lang (bis 80.) (Note 5)

Wegen des Ausfalls von Theo Gebre Selassie erhielt er nach seiner schwachen Vorstellung von München eine erneute Bewährungschance, die er nicht nutzte. Wirkte verunsichert, spielte viele Sicherheitspässe.

Bartels (ab 80.) (nicht zu benoten)

Für seinen ersten Einsatz im Weserstadion seit März bekam er Applaus. Hatte sogar noch eine Torchance (83.).

Veljkovic (Note 6)

Was für ein katastrophaler Auftakt in ein Spiel! Beim ersten Gegentor kam er zu spät, den zweiten Gegentreffer verschuldete er mit einem hanebüchenen Querschläger. Danach war der Serbe komplett von der Rolle.

Moisander (Note 5)

Der Kapitän war rechtzeitig fit geworden, doch er konnte der völlig verunsicherten Mannschaft auch keinen Halt geben. Immerhin war ihm in einigen Szenen anzumerken, dass er sich nicht wehrlos ergeben wollte.

Augustinsson (Note 5)

Blieb ohne grobe Schnitzer, was bei Werder an diesem Abend schon etwas heißen sollte. Konnte allerdings im Spiel nach vorne gar keine Akzente setzen.

Sahin (bis 27.) (Note 6)

Die Mainzer konnten durch das Mittelfeld spazieren wie sonntagmittags durch den Park. Er stellte sich ihnen nicht entgegen und spielte darüber hinaus einige Fehlpässe. Dass die frühe Auswechslung ihn traf, war trotzdem bitter für den Ex-Dortmunder, denn diese hätte auch jeder andere Feldspieler verdient gehabt.

J. Eggestein (ab 27.) (Note 5)

Durfte zunächst auf seiner gelernten Position als Sturmspitze ran, rückte später ins Mittelfeld zurück. Erzielte bis auf einen Weitschuss kurz nach der Pause keinerlei Wirkung.

M. Eggestein (Note 6)

Ein Paradebeispiel für die um sich greifende Verunsicherung. Spielte erst auf der Achter-Position, dann auf der Sechser-Position – in beiden Rollen gelang ihm wenig.

Klaassen (Note 6)

Die taumelnde Werder-Mannschaft hätte einen Anführer gebraucht, doch er konnte diese Rolle nicht übernehmen. Tauchte unter.

Bittencourt (Note 4)

War der Bremer Offensivmann, von dem noch die meiste Torgefahr ausging. Köpfte knapp vorbei (40.) und hatte Pech bei einem Pfostenschuss (42.).

Rashica (Note 5)

Die allgemeine Krise hat auch Werders bislang besten Spieler der Saison erreicht. Versuchte es oft auf eigene Faust, doch die Mainzer Abwehr hatte ihn im Griff.

Osako (bis 69.) (Note 6)

Knüpfte nahtlos an die schwachen Leistungen der vergangenen Wochen an. Konnte sich kaum einmal durchsetzen, auch weil er in den Zweikämpfen mitunter zu leicht hinfiel. Note 6

Pizarro (ab 69.) (Nicht zu benoten)

Kam in aussichtsloser Situation ins Spiel und war trotzdem ein Vorbild an Einsatz und Engagement. Schade, dass sein Tor wegen Handspiels nicht zählte.

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