Die Noten der Werder-Spieler

Übler Tag für Möhwald

Insgesamt war es ein gebrauchter Nachmittag für den SV Werder Bremen in Dortmund. Die Bremer unterlagen der Borussia mit 1:4. So haben wir die Spieler benotet.
18.04.2021, 18:10
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Björn Knips
Übler Tag für Möhwald

Umkämpftes Duell: Dortmunds Marco Reus im Duell mit Werders Kevin Möhwald (l.) und Theodor Gebre Selassie.

Uwe Kraft/imago images

Jiri Pavlenka: Als er sich das erste Mal so richtig auszeichnen konnte (in der 42. Minute per Glanzparade gegen Bellingham), lag Werder schon mit 1:3 hinten. An den Gegentoren jeweils machtlos, erlebte der Torhüter einen ganz bitteren Arbeitstag, an dem er später noch stark gegen Reus und Haaland rettete und vor dem 1:4 etwas unglücklich aussah. Note 3

Theodor Gebre Selassie: Auf der rechten Seite defensiv oft gegen Reus gefordert, was er zumeist ordentlich löste, was aber auch dazu führte, dass er im Spiel nach vorne kaum Impulse setzen konnte. Wenn doch einmal die Chance dazu da gewesen wäre, schlichen sich bei ihm ungewohnte Unkonzentriertheiten ein. Beim 1:4 half er unglücklich mit. Note 4

Milos Veljkovic: Blieb bei seiner Rückkehr in die Startelf ohne größere Fehler, weil er das Risiko in seinem Spiel mied und Geschwindigkeitsnachteile mit gutem Stellungsspiel wettmachte. Wirkte auch in den Zweikämpfen entschlossen. Note 3,5

Niklas Moisander: Trug definitiv eine Mitschuld am 1:3, weil er sich von Vorlagengeber Reyna schlicht und ergreifend überlaufen ließ. Eine Szene, die das Tempo-Defizit des Finnen schonungslos offenbarte. Klärte hinten aber auch die eine oder andere brenzlige Situation. Note 4,5

Christian Groß: Ersetzte den verletzten Toprak als zentraler Mann in der Fünfer-Abwehrreihe, wo er in der Anfangsphase durch seine abgeklärt-ruhige Spielweise überzeugte. Bekam mit zunehmendem Dortmunder Druck mehr und mehr Probleme. Fälschte den Ball kurz vor dem 1:3 unglücklich ab und handelte sich nach der Pause seine fünfte Gelbe Karte ein. Note 4

Marco Friedl: Rutschte aus der Innenverteidigung auf die Position des Linksverteidigers, wo er den verletzten Augustinsson vertrat und zunächst durch beherzte Zweikampfführung auffiel. Katastrophal dann allerdings sein Fehlpass im Vorwärtsgang, der das 1:3 auf den Weg brachte. Traf auch danach oft die falsche Entscheidung und kam zu spät. Note 5

Lesen Sie auch

Kevin Möhwald (bis 59.): Gegen Leipzig noch Teilzeitkraft, in Dortmund dann wieder von Beginn an dabei – und mittendrin in einem für ihn rabenschwarzen Nachmittag. Schaffte es vor dem 1:1 nicht mehr, Reyna am Schuss zu hindern, verursachte den Foulelfmeter zum 1:2 und spitzelte den Ball vor dem 1:3 unglücklich zu Haaland weiter. Note 5,5

Maximilian Eggestein: Nach abgesessener Gelbsperre bereitete er das 1:0 von Rashica stark vor. Generell war zu sehen, dass er dem Bremer Spiel gut tut. Brachte eine vielversprechende Konterszene, aus der das 2:0 hätte werden können, zwar nur kläglich zu Ende, fiel dann aber wieder positiv auf: Mit einem Pfostenschuss und schlauen Pässen, aus denen Chancen wurden. Note 3,5

Yuya Osako (bis 59.): Es war der erste Liga-Startelf-Einsatz seit dem 14. Spieltag für den Japaner. Forderte als zweite Spitze neben Rashica viele Bälle, hatte aber Probleme, sich gegen Hummels und Co. durchzusetzen, wenn er sie bekam. Insgesamt ein schwacher Auftritt. Note 5

Leonardo Bittencourt (bis 33.): Stand nach fünf Pflichtspielen erstmals wieder in der Anfangsformation und hatte Pech, dass er nach einem Zweikampf mit Bellingham schon früh verletzt ausgewechselt werden musste. Hatte zuvor durch seine giftige Spielweise überzeugt und einen ordentlichen Torabschluss verzeichnet. Note 3,5

Milot Rashica (bis 88.): Nach seinem ersten Saisontor gegen Leipzig war die Hoffnung da, dass der Knoten bei ihm endlich geplatzt sein könnte – was sich dann auch früh bestätigte. Eiskalt sein Abschluss zum 1:0. Auch danach noch viel unterwegs, aber nicht mehr mit großen Szenen. Note 3,5

Lesen Sie auch

Romano Schmid (ab 33.): Übernahm eins zu eins die Rolle von Bittencourt im Mittelfeld, wo er auf der linken Seite eine unauffällige Vorstellung bot und keine Akzente setzen konnte, weil das Spiel nahezu komplett an ihm vorbeilief. Note 5

Davie Selke (ab 59.): Gab in der letzten halben Stunde den zentralen Angreifer und blieb dabei einmal mehr ohne Erfolgserlebnis, weil er bei den Dortmunder Innenverteidigern weitestgehend abgemeldet war – und einen Kopfballaufsetzer nicht gefährlich genug aufs Tor brachte. Note 4

Josh Sargent (ab 59.): Kam diesmal nur als Joker. Stechen konnte er gegen den BVB aber nicht mehr, auch wenn er von der Zehnerposition für reichlich frischen Wind sorgte. Hätte eine seiner zwei dicken Chancen machen müssen. Note 4

Manuel Mbom (ab 88.): Kam für die Schlussminuten. Note -

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+