Neuer Abwehrspieler für Werder Sokratis Papastathopoulos kommt

Donaueschingen . Nach zähen und harten Diskussionen haben sich Werders Geschäftsführung und Aufsichtsrat am Mittwoch aufeinander zubewegt. Damit steht der Verpflichtung des griechischen Abwehrmanns Sokratis Papastathopoulos nichts mehr im Wege.
20.07.2011, 22:13
Lesedauer: 2 Min
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Sokratis Papastathopoulos kommt
Von Olaf Dorow

Donaueschingen . Man diskutierte zäh und hart. Man rang um eine Lösung. Sie ist noch nicht wasserdicht, aber sie scheint gefunden. Werders Geschäftsführung und der Aufsichtsrat des Clubs sind sich entgegengekommen. „Wir wollen uns nicht blockieren – wir wollen handlungsfähig bleiben“, sagte Willi Lemke, der Chef des Aufsichtsrates.

Am Morgen wurde eine gemeinsame Erklärung online gestellt. Sie beinhaltet keine Beschlüsse. Aber zwischen den Zeilen sagt sie: Man hat sich aufeinander zubewegt. Zwar wurde darin deutlich, dass der Etatansatz für die angelaufene Saison längst ein Ansatz mit mehr Ausgaben als zu erwartenden Einnahmen ist. Er soll im Bereich Personal nach WESER-KURIER-Informationen weit höher als die zuletzt immer wieder genannten 41 Millionen liegen.

Andererseits soll die Geschäftsführung weitere Erlöse, unter anderem durch die Abgabe von mindestens zwei Ergänzungsspielern, in Aussicht gestellt haben. Im Gegenzug signalisierte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zur Verpflichtung von zumindest einem Abwehrspieler, um für die durch Verletzungen geschwächte Abwehr eine andere Alternative als U-23-Spieler zu besitzen.

Somit könnte es nun recht schnell gehen, was den griechischen Abwehrmann Sokratis Papastathopoulos betrifft – womöglich kommt auch noch Aleksandar Ignjovski. Papastathopoulos will zu Werder Bremen, das hatte Werder-Chef Klaus Allofs bereits mehrfach bestätigt. Am Mittwoch bezogen sich gleich mehrere Internetdienste auf die offizielle Homepage des FC Genua – und meldeten, der Grieche sei bereits in Bremen. Dafür war am Mittwoch keine Bestätigung zu bekommen, aber in der Tat hatte die FC-Genua-Homepage gemeldet: Der Verteidiger sei aus dem Trainingslager in Österreich abgereist, um in Deutschland zu verhandeln.

Im Gespräch ist, wie in solchen Fällen immer häufiger praktiziert, ein Leihgeschäft mit einer Kaufoption. Laut griechischen Medien hätten sich Genua und Werder auf eine Leihgebühr von 800.000 Euro sowie eine Kaufoption von dreieinhalb Millionen Euro verständigt. Klaus Allofs wurde gestern Abend im Werder-Lager in Donaueschingen zurückerwartet – war für eine Stellungnahme aber nicht zu erreichen. Dem Vernehmen nach wird Sokratis Papastathopoulos nicht mehr ins Übungscamp nach Baden-Württemberg kommen. Womöglich präsentiert ihn Werder am Tag der Fans. Der steigt am Sonntag in Bremen.

Dass Werders Wunsch-Verteidiger, der zuletzt zu „Teilen“ auch noch dem AC Mailand gehört hatte, gestern aus Österreich abgereist ist, entbehrt nicht einer gewissen Symbolik. Willi Lemke, der nun letztlich doch grünes Licht für den Transfer gegeben hat, fuhr gestern dorthin, wo Papastathopoulos zuletzt auf ein Signal aus Bremen wartete. Lemke fuhr in den Urlaub nach Österreich.

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