Werder-Aufstellung in München Spiel gegen Bayern: Neue Chance für Burke oder Plan mit Bittencourt?

Der Ausfall von Niclas Füllkrug zwingt Werder-Coach Ole Werner beim Auswärtsspiel am Dienstag gegen den FC Bayern zum personellen Umbau. Welche Möglichkeiten er dabei hat.
07.11.2022, 18:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

In bisher 34 Pflichtspielen war Ole Werner seit seiner Amtsübernahme Anfang Dezember 2021 als Cheftrainer für den SV Werder Bremen verantwortlich - und eines war dabei immer gleich: Niclas Füllkrug stand in der Startelf. So gesehen kommt das Auswärtsspiel beim FC Bayern München (Dienstag, 20.30 Uhr) einer Zäsur gleich, denn erstmals wird der Stürmer nicht mit dabei sein können. Eine Rückenprellung bremst Werders besten Torjäger aus, was Werner wiederum zum Umbauen zwingt. Die große Frage dabei ist: Entscheidet sich der Coach für eine naheliegende Lösung, oder stellt er seine Elf vor dem Duell beim Rekordmeister etwas größer um.

Eines vorweg: Die sportlichen Qualitäten eines Niclas Füllkrug wird Werder am Dienstagabend nicht ersetzen können, weil es sie im Kader in dieser Form kein zweites Mal gibt. Mit seinen zehn Saisontoren ist der 28-Jährige bisher der herausragende Bremer Spieler, nicht umsonst darf er sich Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen. Rein positionsgetreu bieten sich Ole Werner zwei Möglichkeiten, um auf den Ausfall von Füllkrug zu reagieren. Nummer eins: Oliver Burke erhält in München an der Seite von Marvin Ducksch eine neue Startelfchance, nachdem er seine letzte (im Pokalspiel gegen Paderborn) nicht hatte nutzen können. Nummer zwei: Eren Dinkci darf überraschend beginnen, was die deutlich unwahrscheinlichere Variante ist. Denkbar auch, dass sich Werner für keinen der beiden Angreifer, sondern für einen ganz anderen Plan entscheidet, in dessen Zentrum Leonardo Bittencourt steht.

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Rückt der erfahrene Offensivspieler gegen die Bayern aus dem Mittelfeld in die Angriffsreihe vor, könnte Ilia Gruev dessen Posten auf der Acht neben Romano Schmid übernehmen und Christian Groß dahinter als Sechser beginnen. Gegen spielstarke Gegner wie Leverkusen und Gladbach hatte Werner bereits auf Gruev in dieser Rolle gesetzt, weil der 22-Jährige durch seine überlegte Spielweise für Balance auf dem Platz sorgen kann. Ein weiterer Vorteil: Bei gegnerischem Ballbesitz könnten sich Bittencourt (auf die Acht) und Gruev (auf die Sechs) in München zurückfallen lassen, was gegen die brandgefährliche Bayern-Offensive wertvolle Kompaktheit bringen würde.

In Werders Defensive steht Kapitän Marco Friedl, der beim 2:1 gegen Schalke 04 noch auf der linken Außenbahn hatte aushelfen müssen, vor der Rückkehr in die Dreierkette, weil Anthony Jung nach auskurierter Erkältung wieder genug Luft für 90 Minuten haben dürfte. Milos Veljkovic ist als Abwehrchef vor Torhüter Jiri Pavlenka ebenso gesetzt wie der formstarke Mitchell Weiser auf dem rechten Flügel. Im Duell um den letzten verbleibenden Platz in der Dreierkette dürfte Amos Pieper leichte Vorteile gegenüber Niklas Stark haben. 

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