Stimmen zum Werder-Remis in Sandhausen „Sonst wäre es unruhig geworden“

Hinter dem SV Werder Bremen liegt eine unruhige Woche und auch das Spiel gegen Sandhausen lief nicht vollends nach Plan – darüber täuscht auch die Euphorie nach dem späten Ausgleich nicht hinweg. Die Stimmen.
24.10.2021, 19:00
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Von Timo Strömer

Der SV Werder Bremen hat beim SV Sandhausen ein schwaches Spiel abgeliefert, aber auf den letzten Drücker noch ein 2:2-Unentschieden gerettet. Für Werder traf Nicolai Rapp zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung, Niclas Füllkrug in der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand. Die Stimmen zum Spiel von Werder-Trainer Markus Anfang, Leonardo Bittencourt und Co..

Markus Anfang (Trainer des SV Werder Bremen): „Es war ein Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten, recht offen und mit vielen technischen Fehlern. In der zweiten Halbzeit haben wir aber schon sehr druckvoll auf ein Tor gespielt. In der Phase, in der wir den Druck machen, kriegen wir durch eine Konteraktion dieses Tor. Aber insgesamt waren es zu viele Chancen auf beiden Seiten. Wir können nach dem 2:2 auch noch das 3:2 machen – die Mannschaft hat sich nie aufgegeben. Ich weiß, wie schwer es ist, hier zu spielen, aber ich kann der Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht versucht hat, nach vorne zu spielen. Bei den Gegentoren haben wir dem Gegner den Ball in den Fuß gespielt. Das sind eigene Fehler, daraus entsteht dann was. Wir können das hinten aber auch besser verteidigen. Ich glaube nicht, dass es heute daran lag, dass wir zu offensiv gespielt haben. Das erste Tor fällt nach einem individuellen Fehler, das zweite Tor fällt nach einem individuellen Fehler. Ich denke, dass wir uns hier drei Punkte ausgemalt haben, aber wenn du so viele individuelle Fehler machst ist es schwer. Es wird eine schwere Saison. Für uns ist es jetzt wichtig, uns zu stabilisieren. Dafür müssen wir noch einiges tun.“

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Markus Anfang über das Tor von Niclas Füllkrug: „Man hat ja gesehen, dass es für uns alle eine Erlösung war. Nach dem Spiel sagte er: Danke, Coach. Ich hatte gehofft, dass er das andere auch noch macht. Für uns war es aber einfach wichtig, dass wir eine Reaktion gezeigt haben.“

Leonardo Bittencourt (Werder-Angreifer): „Wenn wir die Tore von Sandhausen sehen, ist klar – das waren alles Fehler von uns. Das müssen wir abstellen, nur so können wir in unser Spiel reinkommen. Das 1:1 war völlig geschenkt, wir hatten alles unter Kontrolle. Dann bekommen wir in der zweiten Halbzeit bekommen das 2:1. Was in den letzten Wochen passiert ist, wurde etwas heißer gekocht als es war. Er (Niclas Füllkrug, d. Red.) hat‘s heute gezeigt, war präsent. Wenn er Glück hat, macht er einen Doppelpack und wir gewinnen 3:2. Mit dem 2:2 hat er uns sehr geholfen, ich glaube, es wäre sonst unruhig geworden, hätten wir das Spiel verloren. Wir haben heute Moral gezeigt und sind immer wieder zurückgekommen. Die Gegentore wurden aber definitiv zu einfach hergeschenkt.“

Nicolai Rapp (Torschütze für Werder Bremen zum 1:0): „Wir sind nicht überfordert, aber wir treffen auf dem Platz manchmal die falschen Entscheidungen. Der Plan war, dass wir über die Außen kommen, wenn der Gegner tief steht und nicht ins Pressing reinspielen. Das haben wir am letzten Wochenende aber ein paar Mal gemacht und auch heute. In der letzten Woche haben wir nicht daraus gelernt, müssen wir jetzt aber. Heute haben wir dem Gegner zwei Tore geschenkt. Es kommen jetzt selbstbewusste Gegner, die mitspielen wollen. Jetzt können wir beweisen, das wir solche Gegner schlagen können."

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Pascal Testroet (Sandhausen-Stürmer und Ex-Werderaner): „Wenn jemand vorher gesagt hätte, dass wir 2:2 gegen Bremen spielen, wäre damit jeder einverstanden gewesen, aber aufgrund des Spielverlaufes wäre ein Sieg für uns schon verdient gewesen.“

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