Stimmen zum Werder-Sieg „Das ist das, was wir gebraucht haben“

Spielern und Trainer des SV Werder Bremen war nach dem 2:1 in Nürnberg die Erleichterung anzusehen. Auch in den Interviews nach dem Spiel war die Freude rauszuhören – und großer Optimismus.
06.11.2021, 11:25
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Von Marius Winkelmann

Der SV Werder Bremen hat ein hochspannendes Spiel gegen den 1. FC Nürnberg spät gedreht und einen immens wichtigen 2:1-Auswärtssieg eingefahren. Die Stimmen zum Spiel von Werder-Trainer Markus Anfang, Niclas Füllkrug und Co.:

Markus Anfang: „Es war Wahnsinn, wir haben wahnsinnig gut nach vorne gespielt. In der ersten Halbzeit müssen wir eigentlich schon 2:0 führen, bevor Nürnberg nach vorne kommt. Dann haben sie zwei gefährliche Aktionen, mit der ersten machen sie gleich das 1:0. Die zweite Chance kann dann auch reingehen. Zweite Halbzeit spielen wir nur auf ein Tor, und irgendwann wirst du auch belohnt. Ich glaube, wir sind der absolut verdiente Sieger heute und ich freue mich riesig, dass die Fans feiern können. Das ist ein Weg, wir haben das Spiel in Sandhausen umgedreht, wir haben zu Hause gegen den Tabellenführer einen Punkt geholt und wir haben heute einen verdienten Dreier geholt. Wir sind dran geblieben und es ist hart, in der zweiten Liga Spiele zu gewinnen. Aber heute so ein Spiel so zu drehen – Respekt vor der Mannschaft. Da sieht man auch, dass die Moral da ist und alles passt. Und hinten raus konnten wir auch alle Spieler mal aufs Feld stellen, die wir bis dato nicht zur Verfügung hatten. Das ist auch wichtig. Diesen Moment müssen wir genießen.“

Niclas Füllkrug: „Das ist das, was wir gebraucht haben. Man hat so ein bisschen das Gefühl, wir sind – also das hört sich ein bisschen doof an – wie ein ungeschliffener Diamant in der zweiten Liga. Und wir brauchen noch ein bisschen das Selbstvertrauen und unser Gefühl, dass wir das spielen können. Auch in der ersten Halbzeit haben wir ein tolles Spiel gemacht, haben bis zum Tor gar nichts zugelassen, haben vorne immer wieder gute Aktionen gehabt. Und ich hoffe, dass sich das jetzt so fortführt. Jetzt sind wir seit drei Spielen ungeschlagen, auch wenn wir zwei Unentschieden dabei hatten. Durch den Sieg haben die Remis einen Wert, weil wir so einen Sprung machen konnten.“

Wir sind wie ein ungeschliffener Diamant in der zweiten Liga
Niclas Füllkrug

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Leonardo Bittencourt: „Wenn wir heute verloren hätten, dann wegen Dummheit, und das wollten wir verhindern. Wir haben in den ersten 25 Minuten schon gezeigt, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen. Mit der ersten Chance macht Nürnberg dann das 1:0. Danach sind wir kurz geschwommen. In der Kabine war ganz klar die Marschroute: „Jungs, abschütteln. Wir haben in den ersten 25 Minuten gezeigt, wie es geht, und heute drehen wir das Spiel.“ Die Jungs haben auch ein Stück weit die Sicherheit gespürt – Grosso wieder da, Ömer wieder da, ich wieder da. Dann muss in der Kabine nicht immer nur der Trainer was sagen, sondern wir in der Mannschaft können uns auch Mut zusprechen. Das war auch ausschlaggebend. Volles Stadion, Nürnberg ein großer Club, das ist nicht so leicht. Wenn du ein gutes Spiel machst und 0:1 hinten liegst, musst du das erstmal abschütteln können. Da brauchst du halt ein paar Jungs, die das ganze Szenario schon kennen. Es ist schön, dass alle da sind. Der Trainer hat auch die richtigen Worte gefunden. Er hat gesagt, dass wir das Spiel drehen, wenn die Überzeugung da ist und wir hart weiterarbeiten. Er hat Recht behalten.“

Christian Mathenia (1. FC Nürnberg): „Wir hatten die eine oder andere Konterchance. Wenn wir die nutzen, steht es 2:0. Wir haben in der Abwehr einen guten Job gemacht und enorm viel verteidigt. Dass wir dann noch das zweite Gegentor kassieren, ist natürlich bitter für uns. Werder hat jeden Ball nach vorne geprügelt. Das machen sie mit aller Überzeugung, und das machen sie gut. Spielerisch waren sie für mich jetzt nicht der beste Gegner bisher. Aber was die Überzeugung angeht, war das schon ein großes Kaliber.“

Mats Møller Dæhli (1. FC Nürnberg): „Wir müssen besser mit dem Ball spielen. Bremen hat verdient gewonnen. Wir haben am Ende zu tief verteidigt und am Ende war es einfach verdient.“

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