Werder befürchtet Muskelfaserriss Toprak droht längerer Ausfall

Es wirkt ein wenig, als hätte Ömer Toprak im Moment die Seuche. Erst erwischte es ihn bei seinem Werder-Debüt, nun droht der Innenverteidiger länger auszufallen. Ein Muskelfaserriss bremst ihn womöglich aus.
24.08.2019, 19:32
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Toprak droht längerer Ausfall
Von Malte Bürger

Ömer Toprak bleibt der Pechvogel bei Werder. In der Vorwoche hatte er bereits mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, gegen Hoffenheim gab es jetzt nur einen Kurzeinsatz. Schon jetzt steht fest, dass der Ex-Dortmunder am kommenden Wochenende gegen Augsburg gar nicht dabei sein wird.

„Es ist eine Muskelverletzung. Es kann sein, dass es ein Muskelfaserriss ist“, sagte Frank Baumann im Anschluss an die Partie. Ohne Fremdeinwirkung hatte sich der Innenverteidiger in der Anfangsphase verletzt, später habe er nicht einmal mehr richtig auftreten können, wie Trainer Florian Kohfeldt erklärte. „Ich will noch nicht den Teufel an die Wand malen und sagen, für wie lange er ausfällt, aber Augsburg halte ich für ausgeschlossen“, meinte Werders Coach. Im Anschluss an das Duell mit dem FCA folgt eine Länderspielpause, Toprak hätte also etwas mehr Zeit, um wieder fit zu werden. Eine Garantie gibt es bei dem befürchteten Muskelfaserriss aber nicht, dass das bis zum Auswärtsspiel bei Union Berlin (14. September) auch tatsächlich klappt.

Werders Personalsituation hat sich dadurch noch einmal verschlechtert. Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic fehlen schon länger, mit U23-Mann Christian Groß gibt es nur eine einzige echte Alternative. Der Toprak-Ausfall hatte bereits in Sinsheim enorme Auswirkungen auf Werders Aufstellung, mit Maximilian Eggestein (rechts) und Theodor Gebre Selassie (Innenverteidiger) rückten gleich zwei Spieler auf ungewohnte Positionen in der Viererkette. Gut möglich aber, dass diese Formation auch gegen Augsburg gebildet wird. „Sie ist eine Option“, bestätigte Kohfeldt, der natürlich auch weiß, dass die personelle Lage alles andere als optimal ist.

Womöglich ist sie sogar ein Grund dafür, warum Werder aktuell bei gegnerischen Standards enorme Probleme hat. „Das kann ein Ansatz einer Begründung sein“, sagte Kohfeldt. „Individuelle Fehler entstehen natürlich auch, weil man nicht so das Gefühl hat für den Nebenmann. Nichtsdestotrotz bleiben es individuelle Fehler.“

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