Seit Wochen verletzt Wie so oft bei Werder: Starker Toprak fällt auch bei Antalyaspor aus

Ömer Toprak ist seit Wochen bei seinem neunen Club Antalyaspor verletzungsbedingt nicht einsatzfähig. Da werden Erinnerungen an seine Bremer Zeit wach.
04.10.2022, 10:42
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von kni

Als sich der SV Werder Bremen und Ömer Toprak nach der vergangenen Saison nicht auf eine gemeinsame Zukunft einigen konnten, da gab es nicht wenige Stimmen, die behaupteten: Dieser Verzicht auf Toprak könnte für die Grün-Weißen üble Folgen haben. Nun weiß niemand, ob es mit dem ehemaligen Kapitän für den Aufsteiger nicht noch besser gelaufen wäre, doch als Tabellenachter mit zwölf Punkten aus acht Spielen darf der Saisonstart als gelungen bezeichnet werden. Interessanter ist allerdings die Entwicklung von Toprak bei seinem neuen Club Antalyaspor, denn der 33-Jährige pausiert seit einigen Wochen verletzungsbedingt. Da werden Erinnerungen an seine Bremer Zeit wach.

Lesen Sie auch

Nuri Sahin hatte seinen ehemaligen Teamkollegen bei Borussia Dortmund und Werder Bremen in die Türkei gelockt. Der noch junge Coach machte Toprak gleich zum Führungsspieler, was sich auszahlte. Der Neuzugang hielt den Laden hinten zusammen, bekam nach der 0:1-Niederlage gegen Galatasaray Istanbul und beim 1:0-Sieg gegen Ümraniyespor  sehr gute Kritiken. Doch dann stoppte ihn  eine Rückenverletzung, dazu gesellten sich laut türkischen Medien Leistenprobleme. Seit fünf Spielen fehlt Toprak nun schon, auch die Zeit in der Länderspielpause reichte noch nicht für eine Rückkehr aus. Ohne Toprak kassierte Antalyaspor 13 Gegentore, verlor vier Partien und gewann nur gegen Trabzonspor mit 5:2. Als Tabellen-14. rangiert das Team aus dem bekannten Urlaubsort nur knapp über der Abstiegszone.

Ganz anders vorgestellt 

Das hatten sich die Verantwortlichen ganz anders vorgestellt, denn in der Vorsaison war Antalyaspor unter dem im Oktober vom Spieler zum neuen Coach beförderten Sahin durchgestartet und bis auf Rang sieben geklettert.

Lesen Sie auch

Immerhin ist in Sachen Toprak nun Besserung in Sicht: Am Samstag soll der ehemalige türkische Nationalspieler im Heimspiel gegen Konyaspor sein Comeback feiern. Sicher ist das freilich nicht. Werder-Fans kennen das. Toprak galt in den drei Jahren an der Weser aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit stets als Wackelkandidat, verpasste zahlreiche Spiele. Wenn er dann auflief, gehörte er aber fast immer zu den Besten auf dem Platz.  Den Werder-Verantwortlichen war das jedoch zu unsicher. Sie boten Toprak nur einen sehr stark leistungsbezogenen Vertrag an – und der lehnte eine Verlängerung seines Engagements zu diesen Konditionen ab. Als Ersatz wurden jeweils ablösefrei Amos Pieper (Arminia Bielefeld) und Niklas Stark (Hertha BSC) geholt, neuer Abwehrchef wurde Milos Veljkovic. Nach zehn Gegentoren in den ersten vier Partien gab es in den vergangenen vier Spielen nur noch drei, die Defensive wirkt auch ohne Toprak absolut Bundesliga-tauglich, was auch am neuen Kapitän Marco Friedl liegt. 

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+