Nationalmannschaft Trotz Werders WM-Zurückhaltung: Füllkrug verspürt Zuspruch

Niclas Füllkrug ist in der Fußball-Welt gerade in aller Munde, doch der SV Werder Bremen bemüht sich in der Außendarstellung um Zurückhaltung. Allein gelassen fühlt sich Füllkrug aber nicht.
30.11.2022, 09:48
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Von kni

Auf seiner Internetseite berichtet Werder nur das Nötigste von der WM in Katar – und das auch nur sehr nüchtern. Bis vor ein paar Tagen passte das durchaus zur WM-Stimmung in Deutschland. Doch nach dem durchaus spektakulären 1:1 der DFB Auswahl gegen Spanien steigt das Interesse – sehr zur Freude von Füllkrug, der mit seinem Ausgleich großen Anteil daran hat.

„Wir freuen uns als Nationalmannschaft extrem darüber, wenn wir unterstützt werden. Ich habe es jetzt ja das erste Mal miterlebt“, berichtete Niclas Füllkrug bei einer DFB-Pressekonferenz in Al-Shamal und wurde dann durchaus kritisch: „Man hatte teilweise das Gefühl hat, als ob sich der eine oder andere online sogar mehr darüber freuen würde, wenn wir Misserfolg haben. Das finde ich sehr schade.“ Doch vor dem entscheidenden Gruppenspiel am Donnerstag gegen Costa Rica ist Besserung in Sicht.

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„Jetzt kommen aber immer mehr um die Ecke, die doch eine WM-Stimmung verspüren, die auf unserer Seite stehen. Die anderen Themen flachen ein wenig ab, der Fußball steht wieder mehr im Mittelpunkt. Das freut mich sehr“, sagte der 29-Jährige Profi von Werder Bremen und schob dann mit einem Leuchten in den Augen noch hinterher: „Und ich freue mich, wenn wir irgendwie eine Aufbruchstimmung erzeugen können. Ich habe es immer geliebt, als Kind schon, eine WM zu verfolgen.“

Bei Werder Bremen gibt es noch keinen Stimmungswandel. Der Club hatte vor WM-Beginn in einer Stellungnahme verkündet, lediglich über die Ergebnisse seiner teilnehmenden Spieler (Niclas Füllkrug und Milos Veljkovic) berichten zu wollen. Begründung: „Die WM hätte niemals nach Katar vergeben werden dürfen. Zum einen haben intransparente Entscheidungen und Korruption wie rund um die Vergabe der Akzeptanz des Fußballs nachhaltig geschadet. Zum anderen lassen sich die eklatanten Verletzungen der Menschenrechte, die Diskriminierung der LGBTIQA+-Community, stark eingeschränkte Frauenrechte im Land, aber auch der Umgang mit natürlichen Ressourcen nicht mit unseren Werten vereinbaren.“

Immerhin äußern sich die Offiziellen wie Werder-Boss Klaus Filbry, Sportchef Frank Baumann oder Ole Werner regelmäßig auf Anfrage der Medien zur WM 2022. Und Niclas Füllkrug fühlt sich in der Wüste auch nicht ganz allein gelassen: „Ich glaube, bei Werder freuen sich alle, auch wenn der Club das Ganze hier kritisch sieht. Werder Bremen ist ein Club, der seinen Standpunkt klarstellt. Ich bekomme viele Nachrichten von den Teamkollegen oder dem Trainerteam, auch aus dem Management.“ 

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