Das TV-Geld wird in zwölf Raten überwiesen

Werder kassiert knapp 50 Millionen

Jetzt hat Werder Gewissheit: Aus der TV-Vermarktung erhält der Verein zwar etwas weniger als ursprünglich geplant, aber doch eine beruhigende Summe. Wegen Corona werden jedoch einige Millionen zurückgehalten.
27.07.2020, 11:13
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Werder kassiert knapp 50 Millionen
Von Jean-Julien Beer
Werder kassiert knapp 50 Millionen

So lange der Ball rollt, fließt auch das TV-Geld: Diese Logik greift in der Saison 2020/21 erneut.

gumzmedia/nordphoto

Am 16. Juli erhielt Werder schriftlich eine Zahl aus der Zentrale der Deutschen Fußball-Liga (DFL), auf die man lange mit bangen Blicken gewartet hatte. Sie lautet: 49,87. Es ist der Betrag, den die Bremer aus der nationalen TV-Vermarktung in der neuen Saison erhalten werden, also knapp 50 Millionen Euro.

Das Fachmagazin „Kicker“ veröffentlichte in seiner Montagausgabe die Beträge für alle 36 Profivereine. Werder rangiert demnach auf dem zwölften Platz des TV-Rankings, zwischen dem SC Freiburg (Platz 11) und dem FSV Mainz (Platz 13). An der Spitze steht unverändert der FC Bayern mit 70,64 Millionen Euro, Schlusslicht der ersten Bundesliga ist Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 29,80 Millionen Euro.

Abstieg wäre teuer geworden

Wie hart Werder ein Abstieg getroffen hätte, zeigt ein Blick auf Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer mussten am 34. Spieltag statt Bremen den Gang in die zweite Liga antreten und sind nun gefordert, mit 22,33 Millionen Euro auszukommen – deutlich weniger als die Hälfte des Werder-Betrags.

Alle Vereine, auch Werder, hätten ursprünglich mit mehr Geld kalkulieren können. Doch dann kam die Corona-Krise. Statt der geplanten Rekordzahlung von insgesamt 1,64 Milliarden Euro für die Saison 2020/21 kommen nun „nur“ 1,4 Milliarden zur Ausschüttung, davon 200 Millionen aus der internationalen Vermarktung. Und das auch nur, wenn die kommende Saison ohne Unterbrechungen gespielt werden kann. Die Reduzierung liegt auch daran, dass der Sender „Eurosport“ in der Krise seine Zahlungen eingestellt hat und dieses Thema nun juristisch geklärt werden muss.

Rücklagen wegen Corona

30 Millionen Euro hält die DFL laut „Kicker“ mit dem Hinweis zurück, dass weitere Probleme „angesichts der derzeitigen und wahrscheinlich auch weiterhin anhaltenden dynamischen Entwicklung und möglicher Auswirkungen der Pandemie in der Saison 2020/21 nicht auszuschließen sind“. Zusätzlich würden 15 Millionen Euro für eventuell notwendige neue Hygiene- und Stadionkonzepte zurückgestellt. Diese insgesamt 45 Millionen Euro sollen später aber an die Vereine ausgeschüttet werden, wenn weitere Auswirkungen der Corona-Pandemie ausbleiben sollten.

Eine weitere Neuerung betrifft die Raten der Auszahlung: Bisher erhielten die Klubs das TV-Geld in vier Überweisungen, jeweils im August, November, Februar und Mai. Das wird nun geändert. In der ersten Augustwoche erfolgt nun für den Monat Juli die erste Zahlung in Höhe von insgesamt 70 Millionen Euro an die Vereine, es folgen elf weitere Raten in unterschiedlicher Höhe bis zum Saisonende. Insgesamt gibt es nun also zwölf kleinere Auszahlungen statt vier größere.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+