Ivan Klasnic klagt auf Schadenersatz Urteil im Prozess um Ex-Werderaner steht bevor

Der Fall Klasnic geht auf die Zielgerade: Am Freitag soll eine Entscheidung verkündet werden. Der frühere Werder-Stürmer Ivan Klasnic hatte auf 1,1 Millionen Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld geklagt.
30.03.2017, 15:31
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Urteil im Prozess um Ex-Werderaner steht bevor
Von Frank Büter

Der Fall Klasnic geht auf die Zielgerade: Am Freitag soll eine Entscheidung verkündet werden. Der frühere Werder-Stürmer Ivan Klasnic hatte auf 1,1 Millionen Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld geklagt.

Richter Clemens Bolay will an diesem Freitag um 8.45 Uhr in Saal 117 des Landgerichts Bremen eine Entscheidung verkünden. Der frühere Werder-Stürmer Ivan Klasnic hatte den ehemaligen Bremer Mannschaftsarzt Götz Dimanski, die Internistin Manju Guha sowie die dazugehörigen Reha-Zentren auf mehr als 1,1 Millionen Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt. Sie sollen seine Nierenerkrankung trotz regelmäßiger Untersuchungen nicht rechtzeitig erkannt beziehungsweise falsch behandelt haben. Klasnic hatte sich Anfang 2007 in kurzer Folge zwei Nierentransplantationen unterziehen müssen und im April 2008 die Klage eingereicht.

Klasnic wartet auf dritte Spenderniere

„Ich will die Wahrheit haben und möchte sehen, wer damals Scheiße gebaut hat“, hatte Ivan Klasnic vor dem Prozessauftakt im April 2009 gegenüber dem WESER-KURIER erklärt. Jetzt sagt er: „Dieses Match kann ich nicht mehr verlieren.“ Die Richter hätten bereits angedeutet, dass schwerwiegende Behandlungsfehler gemacht worden seien – „und deshalb glaube ich, dass es für mich positiv ausgehen wird“, so Klasnic, der seit mehr als einem Jahr auf eine weitere, dann dritte Spenderniere wartet und zurzeit dreimal wöchentlich zur Dialyse muss.

Mit einem für ihn positiven Ausgang rechnet derweil auch der beklagte Götz Dimanski. „Eine Nierenerkrankung zu erkennen, ist nicht Angelegenheit eines Spezialisten für Bewegungsapparate – das ist Sache von Internisten“, sagt der ehemalige Vereinsarzt von Werder Bremen. Der Fall Klasnic sei eine „dramatische Geschichte“, eine Geschichte, „die keiner der Beteiligten so erleben möchte“.

Gleichwohl könne es – was ihn und seinen Anteil angeht – am Freitag „nur ein Ergebnis geben“, sagt Dimanski. Auf seiner Seite habe schließlich kein Behandlungsfehler vorgelegen. „Ich hätte ein Problem“, sagt Götz Dimanski, „wenn ich keine Internisten hinzugezogen hätte.“ Aber – und das werfe ein „trauriges Bild“ auf die Sache – „da sind gleich mehrere Internisten im Spiel gewesen“. Darunter eben auch Internistin Manju Guha, die auf einen angestiegenen Kreatininwert bei Klasnic von 1,87 (der Normalwert bei Männern liegt zwischen 0,5 und 1,1) nicht reagiert haben soll.

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