Bei Werder werden nun die Plätze gepflegt

Viel Arbeit für die Notbesetzung

Wenn der Ball wieder rollt rund ums Weserstadion, sollen die Plätze in einem sehr guten Zustand sein. Deshalb wird die aktuelle Pause für umfangreiche Maßnahmen genutzt. Denn die Saison könnte länger dauern.
23.03.2020, 15:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jean-Julien Beer
Viel Arbeit für die Notbesetzung

Viel Arbeit vor der Rückkehr der Werder-Profis: Am Tag X soll der Rasen in einem sehr guten Zustand sein. Am Montag wurde gemäht.

Jean-Julien Beer

Es riecht nach frisch gemähtem Rasen am Weserstadion. Und die Trainingsplätze leuchten in der Sonne so einladend, dass man am liebsten gleich mit einem Ball darauf loslegen möchte. Doch gespielt oder trainiert wird hier schon seit Tagen nicht mehr. Und trotzdem ist einiges los auf den Plätzen.

Denn dass hier in dieser Saison intensiv trainiert wurde, sieht man den Plätzen bei genauer Betrachtung schon an. Gerade dort, wo im Training die Tore stehen und die Torhüter agieren, ist der Rasen stark ramponiert. Selbst der Hybridrasen zeigt hier deutliche Spuren, trotz seiner Mischung aus künstlichen und natürlichen Halmen. Auf dem Haupttrainingsplatz und im Stadion liegt dieser Hybridrasen – und er erhält in dieser unfreiwilligen Corona-Pause nun eine intensive Kur, wie auch die übrigen Rasenplätze neben dem Stadion und in der kleineren Arena auf Platz 11.

Greenkeeper mit kleinerem Team

Auch wenn die Greenkeeper derzeit ebenfalls nicht in voller Mannschaftsstärke arbeiten können, sondern nur eine kleinere Notbesetzung am Werk ist, werden die Spielpause und die perfekte Jahreszeit gerade genutzt, um die Plätze zu reparieren und zu pflegen. Am Montag wurde gemäht, was allein in dieser Woche zweimal geschehen soll. Und wenn der Traktor mit dem Rasenmäher verstummt, hört man schon von weitem ein anderes Geräusch: Es sind die rot-weißen Flatterbänder, die nun überall auf den Plätzen lautstark im Wind wehen. Wo diese Markierungen stehen, gab es besonders mitgenommene Stellen im Rasen. Durch die Absperrbänder tritt dort niemand mehr hin, und auch kein Vogel würde sich trauen, hier die Samenkörner aufzupicken.

Etwas weiter in der Mitte des Haupttrainingsplatzes liegen verschiedene kleinere Planen auf dem Rasen. Das sind Keimfolien, unter denen neu eingesäte Gräser möglichst schnell heranwachsen sollen. Alles mit einem klaren Ziel: Wenn es in der Bundesliga und damit auch bei Werder Bremen wieder losgeht mit dem Trainingsbetrieb, sollen die Plätze im bestmöglichen Zustand sein, und dann auch den möglicherweise länger dauernden Strapazen standhalten.

Mai und Juni könnten anders aussehen

Denn weiterhin ist es nicht ausgeschlossen, dass der Trainings- und Spielbetrieb bis in den Sommer hinein dauern könnte, wenn die Saison entsprechend verlängert wird. Damit würden die Plätze in diesem Jahr auch in den Wochen massiv genutzt, in denen sie sonst gepflegt und erneuert werden, nämlich von Ende Mai bis Ende Juni, wenn die Profis gewöhnlich Urlaub haben und der Spielbetrieb ruht. Durch die jetzige Pause kann diese Pflege zumindest teilweise vorgezogen werden.

Der natürliche Anteil des Hybridrasens im Weserstadion und auf dem Haupttrainingsplatz war erst im vergangenen Sommer neu ausgesät worden, weshalb die Mannschaft damals in den ersten Trainingswochen der Sommervorbereitung auf andere Plätze im hinteren Bereich des Geländes ausweichen musste.

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