Werders Verletzungsstatistik

Weniger Schmerzen, aber mehr Leid

Dass die Verletzungsmisere bei Werder Bremen in der Saison 2019/20 gewaltig war, steht außer Frage. Die These, dass sie auch ursächlich war für den Beinahe-Abstieg, ist aber seit kurzem widerlegt.
09.06.2021, 10:40
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Von Carsten Sander
Weniger Schmerzen, aber mehr Leid

In dieser Szene hat es Leonardo Bittencourt erwischt (Archivfoto).

nordphoto GmbH/ gumzmedia

Denn trotz deutlich weniger Ausfallzeiten im Kader ist das Team ein Jahr später tatsächlich abgestiegen. In Zahlen drückt sich die Veränderung so aus: 2019/20 fehlte jeder Werder-Profi im Durchschnitt 69 Tage (Quelle: fussballverletzungen.com), was im Ranking der 18 Bundesligisten den letzten Platz bedeutete. In der echten Tabelle wies Werder 31 Punkte auf, das reichte gerade so für den Relegationsplatz.

31 Punkte waren es auch in der vergangenen Spielzeit, doch diesmal gab es damit kein Entrinnen – Tabellen-17., direkter Abstieg. Dabei war das Verletzungspech ein Jahr nach dem großen Chaos bei Werder auf einem sehr mittelmäßigen Niveau angekommen. Auf 46,07 Fehltage kam ein Bremer Spieler im Durchschnitt – Rang sieben in der Verletztentabelle.

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Kurios: 2019/20 standen Schalke 04 und der SV Werder gemeinsam auf den letzten beiden Plätzen des Ausfalltableaus, stiegen aber erst eine Saison später ab. Falls es dort einen Zusammenhang – etwa durch Spätfolgen – geben sollte, müssen der VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim jetzt Schlimmstes befürchten für die neue Spielzeit. Denn sie belegen in der jüngsten Auswertung mit durchschnittlich 72,43 bzw. 77,45 Fehltagen pro Spieler die beiden letzten Plätze.    

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