Werder Bremens Matchwinner Markus Rosenberg Von der Notlösung zu "Mr. 100 Prozent"

Bremen. Markus Rosenberg ist bei Werder Bremen wieder gefragt. Spätestens seit seinem "Doppelpack" beim Auftaktsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern genießt der Schwede wieder Hochachtung bei Fans und Verantwortlichen.
07.08.2011, 11:10
Lesedauer: 2 Min
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Bremen. Vor jedem Mikrofon musste Markus Rosenberg stoppen und über seine beiden Tore (60., 80.) berichten. Immer wieder erzählte der vor einem Jahr schon aussortierte Schwede, wie er Werder Bremen nach unfreiwilliger Zeit in Spanien nun zum Startsieg in der Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:0) geschossen hatte.

Denn dass Werder nach fünf Jahren endlich mal wieder mit einem Sieg in eine Saison gestartet ist, liegt vor allem an Rosenberg, der vor einem Jahr nicht mehr erwünscht war und mehr oder weniger unfreiwillig nach Spanien ausgeliehen wurde. "Ich hatte ein gutes Gefühl, schon vor den Toren", sagte der Stürmer, für den sich kein Käufer fand. Tatsächlich wirkte der in den Vorjahren oft lethargische Schwede agil und lauffreudig, war immer anspielbar und am Ball kreativ. Mit Sturmpartner Lennart Thy passt das Zusammenspiel aktuell: "Das klappt schon sehr gut. Er läuft viel, und das schafft Räume für mich."

Die Werder-Verantwortlichen wundert das nicht. "Wir wussten, was er kann", kommentierte Allofs und schob schnell hinterher: "Wir wussten aber auch, was er nicht kann. Früher hat er sich oft hängen lassen." Fast symptomatisch für Rosenberg war, dass er kurz vor Schluss die hervorragende Chance zum dritten Treffer vergab und nur den Pfosten traf. Trotz des Fehlschusses ist der Schwede aktuell Werders "Mr. 100 Prozent" - alle drei Saisontore, auch das beim Pokalaus in Heidenheim, gehen auf sein Konto.

Drei Tore als wichtige Pluspunkte im Kampf um einen Stammplatz im Werder-Sturm. Denn dort herrscht ein enger Konkurrenzkampf. Wenn "Torgarantie" Claudio Pizarro bald zurückkehrt, wird wohl nur noch ein Platz frei sein, fünf Bewerber spielen bei Trainer Thomas Schaaf vor. Talent Lennart Thy hat sich mit starker Vorbereitung in Position gebracht. Marko Arnautovic und Sandro Wagner, beide gegen den FCK nur Bankdrücker, lauern auf ihre Chance. Lediglich der verletzte Denni Avdic ist aktuell im Hintertreffen. "Wenn man zwei Tore erzielt, behält man wohl seinen Platz", meinte Rosenberg nach dem Abpfiff grinsend. "Er hat gut gearbeitet, er hat sich einen Vorsprung erarbeitet. Er packt die Sachen entschlossener an", lobte auch Werder-Coach Schaaf seinen Angreifer.

Als Rosenbergs Rückkehr Anfang Juni beschlossen wurde, klang es von Werder-Seite nicht gerade nach einer Wunschlösung. "Wir haben uns grundsätzlich darauf geeinigt, dass er zum Trainingsauftakt am 29. Juni wieder in Bremen auf dem Platz stehen wird", ließ sich Allofs da etwas hölzern in einer Pressemitteilung zitieren. Aus der Notlösung wurde nun ein Glücksfall. Auch, weil Rosenberg an sich gearbeitet hat. "Das Jahr hat ihm gut getan", erklärte Allofs. "Manchmal muss man wechseln, um zu schätzen, wie schön es in der Bundesliga ist", sagte der Werder-Boss. (bb/dpa)

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