Vor dem Duell gegen Werder

Leverkusen will Wiedergutmachung

Wenn Werder zuletzt auf Bayer Leverkusen traf, dann konnte es schon mal ungemütlich für die Bremer werden. Nun schwächelte zuletzt die Werkself in der Liga, doch umso größer ist der Wunsch nach Besserung.
08.01.2021, 16:07
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Seit Florian Kohfeldt Trainer des SV Werder Bremen ist, gab es in den Spielen gegen Bayer 04 Leverkusen nicht allzu viel für seine Mannschaft zu holen: In sieben Duellen gelangen gerade mal ein einziger Sieg sowie zwei Unentschieden. Am Samstag möchte der 38-Jährige diese Bilanz in der BayArena ab 15.30 Uhr aufbessern. Viel spricht vor dem Duell gegen den Tabellendritten aber nicht für Werder Bremen.

„Wir fahren zu einem Gegner, der sehr gut ist“, sagt Kohfeldt über die Leverkusener, die an bisher 14 Spieltagen bereits 28 Punkte geholt haben. Vor allem die Offensive der Werkself - mit 29 Treffern hinter der des FC Bayern München (44) die beste der Liga - hat schon für mächtig Furore gesorgt. Ob nun Lucas Alario (acht Tore), Leon Bailey und Patrick Schick (je vier Tore) oder Nadiem Amiri, Julian Baumgartlinger, Moussa Diaby und Florian Wirtz (alle zwei Tore) - Gefahr strahlen in der Mannschaft von Trainer Peter Bosz etliche Akteure aus. Was auch daran liegt, dass Leverkusen in seinem Angriffsspiel enorm vielseitig agiert.

„Wir erwarten eine sehr konterstarke Mannschaft, eine Mannschaft mit viel Tempo, individueller Qualität, Spielwitz im Zentrum und vielen tiefen Läufen“, zählt Kohfeldt auf. Defensiv zeichne sich Bayer 04 zudem durch starkes Gegenpressing aus. „Ihr Ziel ist, immer die Spielkontrolle zu haben“, weiß Kohfeldt. Zuletzt war Werders kommendem Gegner das aber nicht allzu gut gelungen.

Nachdem Leverkusen an den ersten zwölf Spieltagen ohne Niederlage geblieben war (acht Siege, vier Unentschieden), setzte es danach zwei Niederlagen am Stück. Gegen Bayern München und Eintracht Frankfurt hieß es jeweils 1:2. Womöglich könnte die Formschwäche zur Chance für Werder werden. Andererseits dürfte Leverkusen gegen den Tabellen-14. auf Wiedergutmachung brennen und einen Sieg ohnehin fest eingeplant haben. „Gegen Frankfurt haben wir zum ersten Mal seit drei Monaten richtig schlecht gespielt. Davor haben wir es gut gemacht. Ich hoffe, dass diese Leistung eine einmalige Sache bleibt“, sagt Bosz - und hebt hervor: „Wir werden alles geben, um gegen Werder Bremen zu gewinnen.“

Klare Worte, die es für Florian Kohfeldt aber vermutlich gar nicht gebraucht hätte - schließlich ist er sich der Schwere der Aufgabe auch so bewusst. „Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen, um überhaupt eine Chance zu haben“, sagt der Werder-Trainer, der davon ausgeht, dass er sich in diesem Punkt auf seine Spieler verlassen kann. Nach dem desolaten Auftritt gegen Union Berlin (0:2) hat schließlich auch Werder einiges wieder gut zu machen - zumindest, was die Punkte Einsatz und Leidenschaft angeht.

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