Toprak, Pavlenka und Co. Für wen Regensburg das letzte Werder-Spiel sein könnte

Einige Leihspieler werden am Ende der Saison gehen, andere sollen bleiben. Zudem laufen einige Verträge aus. Mit diesen Spielern kann Werder auch in der kommenden Saison rechnen.
13.05.2022, 13:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Maik Hanke

Zum Floristen muss am Wochenende vom SV Werder Bremen keiner mehr eilen. Die oft blumenreichen Verabschiedungen für Spieler, die den Klub verlassen, fallen in diesem Jahr aus. Vor dem letzten Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) im Wohninvest Weserstadion gilt der volle Fokus dem SSV Jahn Regensburg und dem Kampf um den Aufstieg.

Für einige Spieler wird es also ein leiser Abschied vom SV Werder Bremen werden. Und einige von ihnen werden es womöglich jetzt noch gar nicht wissen. Noch ist schließlich nicht klar, in welcher Liga die Grün-Weißen in der kommenden Saison starten werden. Ein weiteres Jahr im Unterhaus dürfte für den einen oder anderen Star kein Thema mehr sein.

Mai und Assalé gehen sicher

Klar ist der Abgang zumindest bei zwei Profis: Die Leihen von Lars Lukas Mai (FC Bayern München) und Roger Assalé (Dijon FCO) gehen zu Ende. Beide Profis blicken auf eine für sie persönlich enttäuschende Saison zurück, nichts spricht für eine Verlängerung des Engagements bei Werder Bremen. Anders ist das bei Mitchell Weiser. Werder würde die Leihgabe von Bayer Leverkusen unter günstigen Konditionen gerne halten, eine Entscheidung steht noch aus.

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Auf der Kippe steht die Zukunft an der Weser bei drei Stars. Die Verträge von Jiri Pavlenka, Ömer Toprak und Milos Veljkovic laufen im Sommer aus. Eine Verlängerung erscheint in allen drei Fällen nur im Falle des Aufstiegs denkbar. „Wenn alles gut läuft und wir aufsteigen, kann ich mir vorstellen, dass ich in Bremen bleibe“, hatte Pavlenka kürzlich gesagt. Der Keeper steht schon seit fünf Jahren im Werder-Tor, sein Abschied wäre das Ende einer kleinen Ära. Veljkovic, sogar schon seit 2016 im Verein, schwärmte zuletzt zwar von Bremen, verzichtete aber auf ein Bekenntnis.

Unklare Zukunft bei Toprak

Besonders verzwickt ist der Fall Ömer Toprak. Der international erfahrene Kapitän und Abwehrchef bringt große sportliche und charakterliche Qualitäten mit, könnte auch in der Bundesliga für Werder Bremen der Fels in der Brandung sein. Wenn da seine große Verletzungsanfälligkeit nicht wäre. Topraks Wade ist eine kleine Zeitbombe, die immer mal wieder explodiert. Gerade der Saisonendspurt in der 2. Liga zeigt, dass es beim 32-Jährigen keine Planungssicherheit gibt. Der Innenverteidiger war bisher Top-Verdiener beim klammen Club, eigentlich hätte ihn Werder nach dem Abstieg schon gerne von der Gehaltsliste gestrichen. Nun dürfte eine Vertragsverlängerung höchstens zu deutlich abgespeckten und stark leistungsbezogenen Konditionen denkbar sein.

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Möglich auch, dass Werder Bremen noch andere Leistungsträger im Sommer verlassen. Der Kontrakt von Marco Friedl läuft nur noch bis 2023. Ohne Verlängerung müsste Werder den Innenverteidiger fast schon verkaufen, um einen seiner wertvollsten Spieler (Marktwert laut „transfermarkt.de“ 3,5 Millionen Euro) nicht ein Jahr später zum Nulltarif ziehen zu lassen. Auch Top-Torjäger Marvin Ducksch (vier Millionen Euro Marktwert) wird im Sommer mit Sicherheit von größeren Clubs umworben werden. Sein Vertrag läuft dem Vernehmen nach immerhin noch bis 2024.

Und dann sind da noch die Torhüter: Verlängert Jiri Pavlenka, könnte sich Michael Zetterer womöglich nach einer neuen Herausforderung umschauen. Und Luca Plogmann, dessen Vertrag ausläuft, muss langsam den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. Ein weiteres Jahr als Nummer drei ohne Spielpraxis dürfte für ihn nicht mehr infrage kommen.

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