Anfang macht Mut Noch immer kein Tor: Werder-Profi Romano Schmid soll „dranbleiben“

Es ist nicht so, dass er es nicht versuchen würde. Ganz im Gegenteil: Romano Schmid schießt sogar ziemlich oft aufs Tor. Getroffen hat er für Werder allerdings bisher noch nicht.
07.11.2021, 17:17
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Insgesamt 37 Mal hat es Romano Schmid in der laufenden Saison schon getan, was für einen Mittelfeldspieler ein mehr als ordentlicher Wert ist: aufs Tor schießen. Zur Einordnung: Auf mehr Abschlüsse bringt es beim SV Werder nach 13 Spielen lediglich Marvin Ducksch, dessen 59 Torschüsse zudem den Bestwert der Liga markieren. So gesehen könnte Schmid also zufrieden sein. Ist er aber nicht, weil es da eben noch diesen anderen Wert gibt: null.

Auch nach nunmehr 39 Pflichtspielen für Werder wartet der Österreicher noch immer auf seinen ersten Treffer. Arbeiten und geduldig bleiben, rät da Trainer Markus Anfang, während Leonardo Bittencourt seinem Mitspieler empfiehlt, einfach mal den Kopf auszuschalten.

Nachdem Schmid auch während des 2:1-Erfolgs beim 1. FC Nürnberg trotz zweier guter Chancen erfolglos geblieben war, sah sich Anfang veranlasst, dem 21-Jährigen Mut zuzusprechen. „Er kommt ja zu Abschlüssen und sorgt für Torgefahr, das ist wichtig“, sagte er – und betonte: „Da muss er jetzt einfach dranbleiben.“

Er ist ein großartiger Fußballer und wird bald auch treffen.
Leonardo Bittencourt über seinen Werder-Kollegen Romano Schmid

In der Tat ist es so, dass Schmid auf dem Platz oftmals viele auffällige Aktionen hat, es im entscheidenden Moment – sprich beim Abschluss – aber an Ruhe, Entschlossenheit und ein bisschen auch an der Qualität der Torschüsse mangelt. Das ist auch Bittencourt, dem Siegtorschützen aus Nürnberg, schon aufgefallen, weshalb er regelmäßig das Gespräch mit dem Kollegen sucht. „Ich rede viel mit ihm. Er macht sich zu sehr einen Kopf, das ist sein Problem“, sagte der 27-Jährige, der sich allerdings sicher ist, dass der Knoten bei Schmid eines Tages platzen wird: „Er ist ein großartiger Fußballer und wird bald auch treffen.“

Bis es soweit ist, wird Schmid wohl oder übel mit dem Ruf des Glücklosen leben müssen. Markus Anfang weiß aber bereits, wie er es seinem Spieler etwas leichter machen kann. „Ich nehme Romano auch gerne mal in den Arm, das gehört einfach dazu“, sagte der Coach – und ergänzte mit einem Lachen: „Er hat ja auch in etwa meine Größe.“

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