Werder Bremen Warum Co-Trainer Kohlmann für Ole Werner so wichtig ist

Ole Werner ist neu bei Werder, er ist aber nicht der einzige: Mit ihm ist auch sein Co-Trainer Patrick Kohlmann nach Bremen gekommen. Werner war das besonders wichtig.
30.11.2021, 11:35
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Dass Ole Werner bei Werder Bremen gerade der Mann der Stunde ist, erklärt sich von selbst. Als neuer Cheftrainer des Zweitligisten muss der 33-Jährige in den ersten Tagen seiner Amtszeit viele Gespräche führen, Einschätzungen abgeben und Fragen rund um seine Person beantworten. Während seiner offiziellen Vorstellung rückte Werner allerdings noch einen anderen Mann ins Zentrum der Aufmerksamkeit: seinen Co-Trainer Patrick Kohlmann, der gemeinsam mit ihm nach Bremen gewechselt ist und der eine interessante Vergangenheit hat – als irischer U21-Nationalspieler und als Co-Trainer-Novize unter Werder-Ex-Trainer Markus Anfang.

„Es war für mich sehr, sehr wichtig, dass er mitkommt“, sagt Werner über Kohlmann, von dem er nur als „Kohle“ spricht und den er „eine Vertrauensperson“ nennt. Die beiden Trainer waren in den vergangenen beiden Jahren als Chefcoach und Assistent für Holstein Kiel verantwortlich gewesen und hätten mit dem Club im Sommer beinahe den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. „Kohle hat meine Arbeitsweise und Spielphilosophie in dieser Zeit natürlich sehr gut kennengelernt“, sagte Werner, der den Co-Trainer deshalb vor allem in den ersten Tagen in Bremen entsprechend stark einbinden will: „Er wird gewisse Inhalte vermitteln, sodass zu Beginn nicht alles von mir ausgeht.“

 Seine Co-Trainer-Karriere startete Kohlmann in Kiel unter Chefcoach Markus Anfang und im Gespann mit Tom Cichon, auf den der 38-Jährige nun auch beim SV Werder wieder trifft. In Kiel assistierte Kohlmann auch den Anfang-Nachfolgern Tim Walter und Andre Schubert. Zwei Wochen nach dem Rücktritt von Ole Werner bat der gebürtige Dortmunder um die Auflösung seines Vertrages und durfte gehen. „Ich hatte hier sieben tolle Jahre. Nun ist für mich aber der richtige Zeitpunkt, Holstein nach einer so erfolgreichen und bewegten Zeit zu verlassen, um mich neu zu orientieren“, sagte Kohlmann zum Abschied.

Erstmals eng zusammengearbeitet haben Werner und sein fünf Jahre älterer Co-Trainer in der Saison 2016/2017 – damals allerdings noch in anderer Rollenverteilung. Werner war Trainer von Holstein Kiel II, Verteidiger Kohlmann sein Spieler. In den Jahren danach sollten sie als Gespann an der Außenlinie immer besser zusammenfinden. Werner möchte heute auf „Kohles“ Unterstützung jedenfalls nicht mehr verzichten. „Er hat einen sehr guten Blick für Einzelspieler und kennt die 2. Bundesliga so gut wie kaum ein anderer, wenn es um diesen Aspekt geht“, sagte der neue Werder-Coach über den Ex-Profi, der in seiner Karriere unter anderem ein Mal in der Bundesliga (für Borussia Dortmund) und 142 Mal in der 2. Liga (für Union Berlin) gespielt hat. International war er auch unterwegs. Als Sohn einer irischen Mutter hatte der linke Verteidiger die Chance, für Irland zu spielen. Er griff zu und absolvierte fünf Partien für die U 21 der „Boys in Green“.    

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