Werders personfiziertes Stimmungsbarometer

Warum Toprak auch außerhalb des Platzes wichtig ist

Ömer Toprak war beim Remis gegen Hannover der beste Werder-Profi auf dem Platz. Nun hat Trainer Markus Anfang erklärt, was er an dem Abwehrspieler besonders schätzt.
31.07.2021, 12:59
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus
Warum Toprak auch außerhalb des Platzes wichtig ist

Auf und neben dem Platz ist Ömer Toprak für Markus Anfang ein ganz wichtiger Akteur.

Andreas Gumz

Seine Premiere als Kapitän des SV Werder Bremen liegt hinter Ömer Toprak, und zumindest für den 32-Jährigen persönlich ist es beim 1:1 gegen Hannover 96 ziemlich gut gelaufen - war er doch der mit Abstand stärkste Bremer Feldspieler auf dem Platz. Vor dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf (Samstag, 20.30 Uhr) hat Trainer Markus Anfang nun erklärt, was diesen Toprak für ihn neben dessen reinen Qualitäten als Fußballer so wertvoll macht.

Beide Männer, das vorweg, hatten während ihrer Karrieren zuvor noch keine Überschneidungspunkte gehabt. Sie sind sich in Bremen zum ersten Mal begegnet - und lange dauerte es nicht, bis sich Anfangs Eindruck von Toprak bestätigte. "Ich kannte ihn vorher nicht wirklich, habe ihn aber so wahrgenommen, dass er immer Verantwortung übernimmt", berichtet Anfang, der Toprak bei Werder in genau dieser Führungsrolle sieht.

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"Bei Ömer ist es so, dass es durch seine Erfahrung öfter mal Situationen gibt, in denen er etwas sieht, über das wir uns dann austauschen können, um neue Lösungsmöglichkeiten mit reinzubringen", sagt Anfang, der großen Wert auf Topraks speziellen Blick legt. Generell steht der Trainer dafür, seine Spieler in bestimmte Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Die gesamte Mannschaft solle immer wieder merken, dass sie mit ihren Anliegen beim Trainerteam Gehör finde. Toprak fungiert in diesem Zusammenhang als eine Art Stimmungsbarometer, das Anfang auf Themen aufmerksam macht. "Er guckt da schon über den Tellerrand hinaus und nimmt diese Rolle absolut an", lobt der Coach. Auch der Mannschaftsrat sei "sehr bestrebt, ein gutes Klima im Team herzustellen".

Um eine Wohlfühloase geht es Anfang dabei freilich nicht. Vielmehr meint er beispielsweise den richtigen Grat zwischen Aggressivität und Ehrgeiz auf der einen sowie der nötigen Lockerheit auf der anderen Seite. "Es ist wichtig, dass wir diese Emotionen kanalisieren und in die richtigen Bahnen lenken. Dafür hat Ömer ein gutes Gefühl." Es dürfte Anfang also ziemlich gut passen, wenn der Innenverteidiger auch nach Ende der Wechselfrist am 31. August noch für Werder auflaufen sollte.

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